Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Würden Sie gerne in den Engadiner Bergen wohnen? Dann sind Sie nicht alleine: Auswärtige kaufen dort Wohnungen wie wild.
Beste Grüsse aus dem Homeoffice
«Auf dem Wohnungsmarkt werden die Einheimischen zunehmend von den Feriengästen verdrängt«, sagt die Regionalleiterin der Graubündner Kantonalbank im SWI swissinfo.ch-Podcast.
Was heisst es für das Engadin, die weltweit beliebte Feriendestination, wenn sich die Feriengäste so wohl fühlen, dass sie sich dort eine Wohnung oder ein Häuschen kaufen wollen? Diese Frage beantwortet Cilgia Rest, Regionalleiterin der Graubündner Kantonalbank in Scuol, unserem Geldexperten Fabio Canetg in einer neuen Folge des Geldcast.
Der Immobilienmarkt brenne redlich. Vor allem die Negativzinsen der Nationalbank stellen eine «riesige Herausforderung» dar. Wegen der tiefen Zinsen sind die Hypothekarkredite heute nämlich so günstig wie nie zuvor.
Doch auch die Corona-Krise treibt die Menschen in die Bergen, denn wer im Homeoffice arbeitet, muss sich nicht um lange Reisewege an den Arbeitsplatz kümmern.
- Mehr dazu hören Sie im Geldcast, Episode 15.
- Abgelegene Alphütten werden immer häufiger zu luxuriösen Chalets ausgebautExterner Link, schreibt SRF News.
- Die Schweizerische Nationalbank warnt vor Übertreibungen am ImmobilienmarktExterner Link – Neue Zürcher Zeitung (NZZ, Paywall)
- Wie ist es, dank der Digitalisierung in den Bergen zu arbeiten?Externer Link Meine Kollegin Sibilla Bondolfi hat dazu mit zwei Mitstreitern noch vor der Pandemie eine eindrückliche Reportage geschrieben.
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Weder geimpft noch genesen, positiver PCR-Test: Granit Xhaka, Captain der Schweizer Fussbal-Nati, fiel im Testspiel gegen Griechenland aus.
Eigentlich wollte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Fussball-Nati als Werbeträger für die stockende Impfkampagne gewinnen. Der Verband lehnte ab und wurde dafür heftig kritisiert.
Gestern nun wurde Nati-Captain Granit Xhaka positiv auf das Coronavirus getestet und fällt möglicherweise im wichtigen WM-Quali-Spiel am Sonntag gegen Italien aus. Was für Aufregung sorgt: Xhaka ist nicht geimpft.
Handelt er fahrlässig und missachtet seine Vorbildrolle? Oder ist es, wie Trainer Murat Yakin sagt, einfach ein persönlicher Entscheid? Die CH Media Publikationen ziehen ein anderes Fazit: Xhakas Fall sei wirksamer als jede Kampagne.
- «Xhaka wird zum Impf-Botschafter»Externer Link, kommentiert das St. Galler Tagblatt von CH Media.
- Der Blick widmet sich dem Thema ausführlich hierExterner Link.
- Granit Xhaka sorgt immer wieder für Aufmerksamkeit und Widersprüche. Der Tages-AnzeigerExterner Link setzt sich mit dem Fussballtalent auseinander (Paywall).
- Eigentlich wäre das Testspiel der erste grosse Auftritt des neuen Trainers Murat Yakin gewesen. Wie er sich schlug, analysiert WatsonExterner Link.
Menschen, die illegal ohne Papiere in der Stadt Zürich leben, sollen sich mit der «Züri City Card» ausweisen können.
Schätzungsweise 10’000 Menschen ohne gültige Ausweispapiere leben in der Stadt Zürich. Ein neuer Ausweis soll ihnen helfen, ihre Grundrechte wahrzunehmen.
Alle Leute in der Stadt Zürich sollen sich mit der «Züri City Card» als Stadtbewohner:innen ausweisen können. So können Sans Papier bei städtischen Leistungen wie Kinderbetreuung und Gesundheitsdienstleistungen registrieren, ohne ihren Aufenthaltsstatus preisgeben zu müssen.
Die Gegner:innen halten diese Lösung für untauglich, denn die Polizei müsse trotzdem den Aufenthaltsstatus abklären, wenn der Verdacht auf illegalen Aufenthalt bestehe. Trotzdem bewilligte das Stadt-Parlament einen Kredit, um das Projekt genauer auszuarbeiten.
- WatsonExterner Link berichtete.
- Wer News lieber hört als liest, geht zu SRF NewsExterner Link.
- Ebenfalls auf SRF NewsExterner Link gibt es mehr Hintergründe zum Leben der Sans Papiers in der Schweiz.
Am Montag wird ein psychisch kranker Mann am Bahnhof in Morges von der Polizei erschossen. Nach der Tat verbreitet sie zuerst Falschinformationen.
Mitten während der Stosszeit kam es am Montagabend in der Westschweiz zu einem tragischen Vorfall: Ein 37-jähriger Mann wurde auf dem Perron zwischen Gleis 4 und 5 von einem Polizisten erschossen, nachdem er mit einem Messer auf die Polizei los ging.
In der kurz darauf von der Polizei veröffentlichten Mitteilung steht, der Mann sei «sofort von den Polizisten betreut» worden. Doch zahlreiche Augenzeugen und Videoaufnahmen widersprechen: Es habe einige Minuten gedauert, bis der Mann medizinische Betreuung erhalten habe.
Gestern Abend krebste die Waadtländer Polizei zurück: Die Reanimationsversuche hätten ungefähr vier Minuten nach dem letzten Schuss begonnen. Weshalb es so lange dauerte, werden die Untersuchungen zeigen müssen.
- Die Neue Zürcher Zeitung versucht hierExterner Link, Übersicht zu schaffen (Paywall).
- Auch SRF NewsExterner Link berichtete.
- Der Blick erinnert sich an ein ähnliches Drama am gleichen BahnhofExterner Link vor einem Jahr.
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