Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Juhui Dubai – es ist wieder Weltausstellung! Die Schweiz glänzt mit einem glitzernden Pavillon. Doch im Wüstenstaat gibt es auch eine Kehrseite – Stichwort Menschenrechte.
Herzliche Grüsse aus Bern
Ist das ein Anzeichen, dass die Pandemie überwunden ist? Es ist wieder Weltausstellung – erstmals im arabischen Raum.
Morgen Freitag öffnet mit einem Jahr Verzögerung die Expo Dubai 2020 ihre Tore, die bis Ende März 2022 Besucher:innen aus aller Welt empfängt.
Die Schweiz ist mit einem Pavillon präsent, der mit Extravaganz und Nachhaltigkeit besticht – er ist vollständig rezyklierbar. Wir unterhielten uns darüber mit dem dortigen Schweizer Botschafter.
Das Bau- oder Schauwerk ist ein weiterer Beweis, dass die Schweiz Weltausstellung kann. Alles bestens in der Wüste? In den Arabischen Emiraten werden Kritiker:innen des autokratischen Regimes unterdrückt.
Herrscher Mohammed bin Raschid al-Maktum höchstpersönlich wurde von einem britischen Gericht verurteilt, zwei seiner Töchter entführt zu haben. Sie hatten versucht, seiner absoluten Kontrolle zu entfliehen. Das «Blin Bling» der Weltausstellung lenkt von seinen mittelalterlichen Herrschaftsmethoden ab.
- Was sich die Schweiz von der Expo in Dubai verspricht – das swissinfo.ch-Interview mit dem Botschafter Berns im Wüstenstaat.
- Jemenitin erhält Martin-Ennals-Preis für Menschenrechte – Bericht unserer Agentur.
- Reflections – der Schweizer PavillonExterner Link für die Expo 2020.
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Die Schweiz soll endlich zahlen – die kleine Parlamentskammer sagt Ja zur Kohäsionsmilliarde.
Der Beitrag ist eine Kompensation dafür, dass die Schweiz als Nicht-Mitglied dennoch via Bilaterale am EU-Binnenmarkt partizipiert. Das Geld kommt schwächeren EU-(Neu)Mitgliedern in Osteuropa zugut.
Das Geschäft war seit 2019 blockiert. Der Entscheid Berns, das angestrebte EU-Rahmenabkommen sterben zu lassen, hat die Ausgangslage verändert, sprich die Lage deblockiert.
Damals spielten die Politiker:innen in Bern noch mit den Muskeln: Sie verknüpften die Zahlung mit Bedingungen. U. a. sollte Brüssel so zu mehr Entgegenkommen für das Rahmenabkommen bewegt werden.
Da dies nun Makulatur ist, liess der Ständerat die Forderungen fallen. Heute Abend wird die grosse Kammer ihren Entscheid fällen.
- Ständerat gibt die Milliarde frei – jetzt ist der Nationalrat gefragtExterner Link – Bericht im Tages-Anzeiger.
- Eine fast bedingungslose Milliarde für die EU – unser Bericht von 2019, als das Rahmenabkommen noch eine Option war.
- Schweizer Gelder für Reformen und Infrastrukturen – unser Explainer von 2010.
Die Natur ist unnachahmlich. Doch Wissenschaftler:innen auch aus der Schweiz wollen jetzt den Elefantenrüssel kopieren.
Das Team aus Genf und Mailand will einen Roboter bauen, der sich bewegt wie das typische Organ der Elefanten.
Dabei kam auch Technologie zum Einsatz, die für animierte Hollywoodfilme benutzt wurde, etwa Avatar.
Nun sind die italienischen Kolleg:innen am Zug: Sie sollen den Roboterarm bauen, der die komplexen und vielfältigen Bewegungsmuster ausführen kann.
Das feine, präzise Sortieren von Gegenständen, Hilfe bei Rettungseinsätzen bei Naturkatastrophen oder für Senior:innen sind ein paar von vielen möglichen Anwendungen in der Praxis.
- Vom Rüssel zum Roboter – Beitrag meines Kollegen Marc-André Miserez.
- Roboter werden Lehrpersonen nicht ersetzen – vorerst – Artikel von Kollege Christian Raaflaub vom Februar.
- Roboter – die grossen Profiteure der Covid-19-Pandemie – unser Beitrag von Juli 2020.
Oha – da hat einer in der Schweiz den Parlamentssaal als Bühne für eine Wut- und Hassrede missbraucht. Nicht für lange.
Sein Name spielt hier keine Rolle. Schon eher, dass er im Kanton Schwyz vom Volk als Vertreter der Schweizerischen Volkspartei (SVP) ins Parlament gewählt wurde.
Dort hat der Volksvertreter in der Debatte zur «Wertschätzung des Gesundheitspersonals»völlig eskaliert.
Den «perversen Massnahmen» und «Tyrannen von Bern», der «sogenannten Demokratie» und dem «Genozid der Gedanken» stünden schon Hunderte von Toten gegenüber, gestorben an den Folgen der Impfung.
Nach einem hitzigen Wortgefecht zog der Parlamentspräsident – notabene ein SVP-Parteikollege – dem ausser Rand und Band Geratenen den Stecker, sprich, er stellte das Mikrophon am Rednerpult stumm und entschuldigte sich für dessen Verhalten.
Auch in der Pandemie gibt es immer noch so etwas wie die Würde des Parlaments und seines Betriebs. Und der Grundsatz, dass im Rat keine Märchen erzählt, sondern Lösungen für Sachfragen gesucht werden. Dies aufgrund von Fakten, die einer Prüfung standhalten.
- Eklat im Kantonsrat: Ratspräsident dreht Corona-Skeptiker während Rede das Mikrofon abExterner Link – Bericht der Luzerner Zeitung.
- Warum das Parlament wieder tagen muss – Kolumne unseres Politikanalysten während des Lockdowns (März/April 2020).
- Aus unserem Archiv: «Höchster Schweizer: Mehr Würde im Parlament».
In zwei Jahren wählt die Schweiz ihr neues Parlament. Wie würden Sie wählen?
Gut, es dauert noch zwei Jahre. Aber wir wollen es dennoch wissen: Wenn heute die Parlamentswahlen wären, wie würden Sie wählen? Die Grünen machten die letzten Wahlen 2019 mit ihren historischen Sitzgewinnen zur «Klimawahl».
Die SRG spannt mit dem Institut Sotomo für die erste grosse Umfrage zusammen. Ihre Meinung interessiert uns!
- Hier geht es zur Umfrage.
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