Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
In Zürich ging die Polizei gegen Klimaaktivist:innen vor. Im Wallis ist die Polizei zum Schutz der Weintrauben vor Dieben abkommandiert.
Beste Grüsse aus Bern
Aktivist:innen haben in der Stadt Zürich für die Umsetzung der international vereinbarten Klimaziele durch die Politik demonstriert.
Mit Sitzstreiks legten die Demonstrierenden der Gruppe Extinction Rebellion vor dem Mittag in der Innenstadt an mehreren Orten den Verkehr lahm.
Sie sei aus Verzweiflung dabei, sagte eine ältere Teilnehmerin. «Das Pariser Klimaabkommen ist reine Makulatur, so geht es nicht weiter», sagte sie.
Die Polizei kontrollierte die Teilnehmenden, die sich anschliessend ohne Gegenwehr von der Strasse wegtragen liessen. Sie würden wiederkommen, so der Tenor der Protestierenden. Trotz nun drohender Anzeigen und Bussen.
- Polizei trägt erste Aktivisten wegExterner Link – Bericht im Blick.
- Bericht von SRF NewsExterner Link von der Aktion.
- Klimastreik: Warum wir Wissenschaftler uns einmischen – Beitrag von Klimaforscher Reto Knutti für swissinfo.ch von 2019.
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Die wettermässig saumässige Saison 2021 trägt traurige Blüten: Im Wallis klauen Diebe, vermutet werden Weinbauer:innen, ihren Kolleg:innen des nachts Weintrauben von den Stöcken.
Frost, Hagel, Nässe und ein Pilzbefall führen im Kanton Wallis zu einem Einbruch der Traubenernte um einen Drittel. Einzelnen Weinbauer:innenn geht das mächtig ans Portemonnaie.
Die Verzweiflung muss da und dort gross sein. Denn anders lässt sich nicht erklären, dass in den letzten Wochen hunderte von Kilogrammen Trauben von den Rebstöcken verschwanden.
Jetzt greifen die Behörden durch: Mehrere Gemeinden lassen Polizist:innen durch die Weinberge patrouillieren. Einzelne Geschädigte wollen in ihren Rebbergen gar Überwachungskameras aufstellen.
- Polizeischutz für Walliser WeintraubenExterner Link – Bericht in der NZZ (Paywall).
- Polizei soll Winzer vor Traubendieben schützenExterner Link – die Meldung schaffte es bis nach Deutschland, nämlich auf rheinpfalz.de.
- Aus dem Wallis gibt es 30 Prozent weniger WeinExterner Link – Bericht von SRF News.
Tango ist ihr Leben. Deshalb musste sich Lya Elcagu in der Corona-Pandemie entscheiden – für Argentinien, ihre neue Heimat.
Und gegen die Schweiz, ihre alte Heimat. Die gebürtige Zürcherin, die eigentlich Lea Schmid heisst, war so auf den Tango fokussiert, dass sie den Nachrichten über einer aufkommenden Pandemie zu wenig Beachtung schenkte.
Als es schon fast zu spät war, ergatterte sie sich noch einen Sitz im letzten Flug, mit dem die Schweizer Regierung Landleute aus Argentinien in die Schweiz ausflog.
Doch der Flieger hob ohne sie ab. Ihre Wohnung, ihre Freunde, ihr Leben seien dort, bemerkte sie. Und die Ideen, die in ihrem Kopf sprudelten, wären in der Schweiz gestorben – ein Satz, über den wir unbedingt nachdenken sollten.
- «In der Schweiz wären all meine Projekte gestorben» – unser Bericht über die Auslandschweizerin Lya Elcagu von Flurina Dünki.
- Schweizer Covid-Zertifikat aus dem Ausland: So geht es – swissinfo.ch-Bericht von Balz Rigendinger.
- Geplatzter Traum – eine Auslandschweizerin kehrt heim – Bericht meiner Kollegin Melanie Eichenberger von letztem November, die heute aus dem Mutterschaftsurlaub zurück kam – Willkommen!
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Diebstahl der anderen Art: Reiche Politiker-, Unternehmer- und Sportler:innen umschiffen nach wie vor die Steuerbehörden.
Dabei hatten die «Panama Papers» diese schädlichen Praktiken der Geldwäscherei schon 2016 enthüllt und angeprangert.
Den Reichen, erwähnt sei hier der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis, gehen Finanzdienstleistende zur Hand, die für ihre Klientel Vermögen und teure Gegenstände wie etwa Kunstwerke «verstecken».
Dies geht aus den so genannten Pandora Papers hervor, die auf einem neuerlichen Datenleck riesigen Ausmasses beruhen. Die Auswertung erfolgte durch ein internationales Netzwerk von Investigativ-Journalist:innen.
Die Resultate sind heute auch in Schweizer Zeitungen zu lesen. Laut den Recherchen hatten «Schweizer Anwälte, Treuhänder und Beraterinnen alleine bei einer grossen Kanzlei in der Karibik 7000 Offshore-Firmen betreut». Fortsetzung folgt.
- Neue Enthüllungen: Darum geht es bei den «Pandora Papers»:Externer Link Bericht von SRF News.
- Datenleck «Paradise Papers» betrifft auch Schweizer Firmen – die Enthüllungen von 2017.
- Die «Panama Papers» führen zu Putin-Geldern in Zürich – die Enthüllungen von 2016.
In zwei Jahren wählt die Schweiz ihr neues Parlament. Wie würden Sie wählen?
Gut, es dauert noch zwei Jahre. Aber wir wollen es dennoch wissen: Wenn heute die Parlamentswahlen wären, wie würden Sie wählen? Die Grünen machten die letzten Wahlen 2019 mit ihren historischen Sitzgewinnen zur «Klimawahl».
Die SRG spannt mit dem Institut Sotomo für die erste grosse Umfrage zusammen. Ihre Meinung interessiert uns!
- Hier geht es zur Umfrage.
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