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Spital

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Glauben Sie keiner Statistik, die Sie nicht selbst gefälscht haben! Nicht gerade gefälscht, aber stark missverständlich sind offenbar die Corona-Hospitalisierungszahlen.

Herzliche Grüsse

Spital
Keystone / Laurent Gillieron

Die vom BAG ausgewiesenen Zahlen zu den Corona-Hospitalisierungen sind überschätzt, weil auch zufällig positiv Getestete als «Corona-Patient:innen» geführt werden, wie der Blick publik macht.

Wer wegen eines Beinbruchs oder einer Blinddarmentzündung im Spital landet, wird teilweise routinemässig auf Corona getestet. Fällt der Test positiv aus, erscheinen diese Patient:innen automatisch in der Statistik der Corona-Hospitalisierten und verzerren damit das Bild.

Laut Blick sind in mehreren Kantonen etwa die Hälfte der Patient:innen aus anderen Gründen eingeliefert und erst später positiv getestet worden.

Das ist brisant. Schliesslich sind die Hospitalisierungen einer der entscheidenden Parameter für die Anordnung neuer Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Dänemark kennt das Problem ebenfalls und will die Spitalzahlen künftig detaillierter ausweisen.

Zeitungen
Keystone / Dominic Favre

Es bleibt spannend rund um die Vorlage für eine neue Förderung der Schweizer Medien. Etwas mehr als einen Monat vor der Abstimmung am 13. Februar liegen das Ja- und das Nein-Lager laut der ersten SRG-Umfrage gleichauf.

Die Vorlage sieht vor, dass der Bund privaten Zeitungen, Radio- und Fernsehsendern sowie Online-Nachrichtenplattformen jährlich rund 151 Millionen Franken zusätzlich zur Verfügung stellt. Die Parteienlandschaft ist traditionell gespalten, mit einer Linken, die für die Unterstützung eintritt, und der Rechten, die das Paket ablehnt.

Zwischen den Lagern des Medienfinanzierungspakets ist ein harter Kampf zu erwarten. Umso mehr, als das Ergebnis der Abstimmung am 13. Februar stark vom Erfolg der Kampagnen abhängen wird.

Das zumindest legt die erste Umfrage des Instituts gfs.bern im Auftrag der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG, zu der auch swissinfo.ch gehört) nahe. 48% der Befragten wollen demnach das Medienpaket unterstützen, ebenso viele lehnen es ab. 4% sind noch unentschlossen.

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Schweizer Diaspora

Mediengesetz: Freuen Sie sich auf unser Streitgespräch!

Dieser Inhalt wurde am veröffentlicht Vor der Abstimmung diskutieren wir online über das Mediengesetz. Debattieren Sie mit – und informieren Sie sich aus erster Hand!

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Mann
Roland Schmid

Der Schweizer Richter Daniel Kipfer wachte drei Jahre als Ombudsperson über die wichtigste Terrorliste der UNO. Nun ist er abgetreten.

Die UNO führt ein Sanktionsregime gegen die Gruppierungen Islamischer Staat (IS) und Al-Qaida. Seit 2009 können sich Betroffene an eine Ombudsperson wenden und überprüfen lassen, ob ihre Listung gerechtfertigt ist.

Seit 2018 war diese Ombudsperson der ehemalige Schweizer Bundesstrafrichter Daniel Kipfer. Mit meinem Kollegen Giannis Mavris sprach er über seinen Rücktritt und über seinen letzten Fall, der ihn am meisten befremdete.

Ein einflussreicher Politiker aus einem arabischen Staat landete auf einer Sanktionsliste, weil er angeblich die Terrororganisation Al-Qaida unterstützte. Die Informationen stammten aus Nachrichtendienstquellen und stellten sich nach Überprüfung durch Kipfer als haltlos heraus.

  • Den ganzen Artikel lesen Sie auf swissinfo.ch.
  • Aus unserem Archiv: Der bizarre Fall um Youssef Nada und die Rolle der Schweiz im «War on Terror».
Joachim Son-Forget
© Keystone / Jean-christophe Bott

Der Kampf um den Schweizer Sitz im französischen Parlament ist lanciert. Dass die Fetzen flögen, erstaune bei diesen Kandidaten nicht, schreibt die Neue Zürcher Zeitung.

Die französische Verfassung gibt ihren Bürger:innen im Ausland ein Recht, das die Schweiz nicht kennt: eigene Vertreter:innen im Parlament. In keinem Land ausserhalb Frankreichs leben so viele Franzosen und Französinnen wie in der Schweiz. Daher bildet sie zusammen mit Liechtenstein einen eigenen Wahlkreis.

Der bisherige «Schweizer» im französischen Parlament, Joachim Son-Forget, ist durch schrilles Verhalten aufgefallen (auch wir berichteten, siehe unten). Er ist deshalb aus Macrons Regierungspartei «La République en Marche!» (LREM) ausgetreten – bevor er rausgeschmissen werden konnte.

Son-Forget will bei den französischen Parlamentswahlen am 12. und 19. Juni wieder antreten. Die LREM will jedoch alles dafür tun, dass der «Schweizer» Sitz wieder in die Hände der heutigen Regierungspartei gelangt, sofern Macron nochmals antritt. Auch Les Républicains stehen mit einer Kandidatin aus Genf in den Startlöchern.

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