The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Debatten
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

In der Abstimmung über das Mediengesetz wurden Sie von den Schweizer:innen im Inland überstimmt – die Vorlage wurde versenkt. Wie geht es nun mit der kriselnden Medienlandschaft weiter? Die Vorschläge sind so vielseitig wie gegensätzlich.

Beste Grüsse aus dem Homeoffice

Zeitungen
© Keystone / Urs Flueeler

Was folgt auf das gescheiterte Medienhilfepaket? Von Angriffen auf die öffentlich-rechtlichen Anstalten bis hin zu neuen Unterstützungsmodellen ist die Spannweite der Ideen in der Politik gross.

Das Medienhilfepaket ist gestern an der Urne krachend gescheitert. «Die Pandemie hat zweifellos ein Klima der Skepsis gegenüber den Medien geschaffen», sagt die Politologin Martina Mousson im Interview mit meiner Kollegin Katy Romy.

«Das Volk ist nicht grundsätzlich gegen die Medienförderung.» Das zeigten Umfragen. Doch wie sollte diese Förderung zukünftig aussehen? Der Tages-Anzeiger sammelte die wichtigsten Ideen.

In der Politik geistert etwa der Gedanke herum, Mediengutscheine für alle zu verteilen – mit denen man selber entscheiden kann, welche Medien man damit finanzieren will. Die SVP bläst derweil zum Angriff auf die öffentlich-rechtlichen: Sie will die SRG-Gebühren (mit denen auch swissinfo.ch finanziert wird) drastisch kürzen.

Stimmzettel
© Keystone / Christian Beutler

Wäre es nach Ihnen gegangen, liebe Auslandschweizer:innen, wäre die Medienhilfe angenommen worden.

Hätte am Sonntag nur die Schweizer Diaspora abgestimmt, wäre die Zustimmung für das Hilfspaket bei 62% gelegen – statt bei 45%.

«Während in der Schweiz viel Skepsis herrscht, leben die Auslandschweizer:innen oft in Kontexten, in denen der Staat die Medien bereits unterstützt, ohne dass dies ein Problem darstellt«, erklärt Mousson.

Bei den anderen Vorlagen, über die gestern entschieden wurden, war die Diskrepanz kleiner. Generell stellt Martina Mousson fest, dass die Auslandschweizer:innen mit Ausnahme der Tabakinitiative mehr im Einklang mit der Position der Regierung gestimmt haben.

Plakat gegen das Tabakwerbeverbot
© Keystone / Christian Beutler

Nach dem Tabak geht es um die Wurst: «Wäre es wirklich so schlimm, wenn Werbung für Cervelats verboten würde?», fragt die Co-Präsidentin der Jungen Grünen.

«Heute Tabak! Morgen Cervelat? Nein zur extremen Verbots-Initiative», so warben die Gegner:innen der Tabakverbots-Initiative. Bei mir im Aargau sahen sie neben der Wurst auch die Rüeblitorte gefährdet.

«Absurde Angstmacherei» beurteilten die Befürworter:innen des Tabakwerbeverbots diese Kampagne. Nachdem das Werbeverbot gestern an der Urne angenommen wurde, klingt es bereits etwas anders.

Während andere nur vorsichtig über mögliche Werbeeinschränkungen für gesundheits- oder klimaschädliche Produkte wie Fleisch oder Zucker nachdenken, gehen die Jungen Grünen weiter: Sie fordern in einer Medienmitteilung gleich ein Werbeverbot für alle Konsumgüter: Werbung schaffe nur künstliche Bedürfnisse, das sei nicht ressourcenschonend.

Revolut App
Keystone / Monika Skolimowska

Digitale Banken spriessen in der Schweiz wie Pilze aus dem Boden. Sind es mittlerweile zu viele?

Kürzlich präsentierten wir Ihnen Neo-Banken wie Yapeal als Lösung für Auslandschweizer:innen, die Schwierigkeiten haben, ein Schweizer Bankkonto zu eröffnen.

Nach Yapeal gerät nun innert kurzer Zeit die nächste dieser Mobil-Banken ins Straucheln – zumindest, wenn es nach der Onlineplattform Inside Paradeplatz geht. Laut einem Insider soll das Start-up Neon kräftig Verluste schreiben. Das Problem: Der Schweizer Markt an Neo-Banken sei übersättigt.

Die Bank sieht das anders: «Wir entwickeln uns im geplanten Rahmen», lässt der Neon-Sprecher verlauten. «Unsere Aktionäre sind zufrieden

  • HierExterner Link geht es zum Bericht bei Inside Paradeplatz.
  • Meine Kollegin Emilie Ridard berichtete hier kürzlich von Neo-Banken.

Mehr

Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Emilie Ridard

Wie gehen Sie mit den hohen Bankspesen für Auslandschweizer:innen um?

Welche Lösungen haben Sie im Ausland gefunden? Haben Sie überhaupt noch ein Bankkonto?

6 Likes
99 Kommentare
Diskussion anzeigen

Meistgelesen
Schweizer Diaspora

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft