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Invasive Muschel

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Ich esse gerne Muscheln. Aber jene invasiven Arten in unseren Seen möchte ich dennoch niemandem auftischen. Laut meiner Kollegin Susan Misicka schmecken sie fade. Aber lesen Sie selbst.

Herzliche Grüsse aus Bern

Der Schweizer Bundespräsident Ignazio Cassis an der UNO-Generalversammlung
Keystone / Jason Szenes

Das wohl wichtigste Ereignis aus Schweizer Sicht ereignete sich diese Nacht in New York.

An der UNO-Generalversammlung kann der Schweizer Bundespräsident oder die Bundespräsidentin einmal in Jahr das Wort an die Welt richten. Aussenminister Ignazio Cassis, der das Amt dieses Jahr innehat, nutzte die Gelegenheit, «die russische Aggression gegen die Ukraine» zu kritisieren. Sie verletze «elementare Prinzipien der UNO».

Seine Kritik an Russlands Invasion sei im Einklang mit der schweizerischen Neutralität, betonte er in New York. «Neutralität bedeutet nicht Prinzipienlosigkeit, nicht fehlende Solidarität. Die Schweiz verteidigt Werte wie Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, zumal es sich dabei auch um schweizerische Werte handelt», sagte er laut SRF News.

Cassis sieht die Schweiz, die 2023 und 2024 im UNO-Sicherheitsrat Einsitz nehmen wird, als Musterschülerin in den Vereinten Nationen. Warum? Wir sind das einzige Land, dessen Bevölkerung über einen Beitritt zu den Vereinten Nationen befinden konnte.

Invasive Muschel
swissinfo.ch/Susan Misicka

Eine Invasion anderer Art beschäftigt uns derzeit in der Schweiz: Muscheln, welche die Biodiversität bedrohen.

«Wenn wir sie nicht aufhalten können, sollten wir sie einfach aufessen.» Das sagt meine Kollegin Susan Misicka in ihrer Reportage über invasive Muscheln, die derzeit unseren Seen zu schaffen machen. Allerdings schmecken sie im Selbstversuch etwas fade. Aber schauen sie selbst im Video.

Sie sind eine unsichtbare Gefahr: Asiatische Körbchenmuscheln, Quagga-Muscheln und einige weitere fremde Arten veröden unsere Seen. «Stellen Sie sich vor, in unseren Wäldern gäbe es nur eine Moosart und keine anderen Pflanzen mehr. Das ist das Ausmass der Veränderung in vielen Seen», sagt Jukka Jokela, Professor für aquatische Ökologie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich.

Eine Möglichkeit zur Bekämpfung solcher Arten sieht der Experte in der Gentechnologie. Etwa, indem Exemplare zum Einsatz gebracht werden, die nur noch männlich sind, womit die ortsfremden Populationen dezimiert werden können. Er hofft, dass unsere heimischen Fische auf diese Art wieder mehr Platz erhalten könnten.

Kampfjet F-35
Keystone / Yonhap

Die Kampfjet-Beschaffung der Schweiz gibt weiterhin zu reden.

Der Kaufvertrag ist unterschrieben. Obwohl noch eine Volksinitiative hängig war, die den Kauf von 36 Stück des US-Jets F-35 unterbinden wollte. «Eine Abstimmung wäre spannend gewesen», sagt Politologin Giada Gianola im Artikel meines Kollegen Benjamin von Wyl.

Doch es sei kein Demokratie-Problem, dass die Regierung den Kaufvertrag für die Jets vor einer neuerlichen Volksabstimmung unterzeichnet habe, so die Expertin weiter. «In den Vorgängen gab es meiner Ansicht nach kein grosses Demokratiedefizit», sagt sie.

Denn die Schweiz habe vor zwei Jahren über das Referendum gegen den Kredit für den Kampfjetkauf abgestimmt. Ultraknappe 50,1% sprachen sich damals für den Kredit aus. Die Initiative gegen den Typentscheid wurde nun zurückgezogen.

Roger Federer
Keystone / Georgios Kefalas

Roger Federer: Das erste Interview nach der Rücktrittsankündigung.

«Das kann es nicht sein, dass ich probiere, etwas hinterherzurennen, das kaum mehr realistisch ist.» Das sagt der grösste Schweizer Einzelsportler, den die Schweiz bisher wohl kannte, gegenüber einigen ausgewählten Schweizer Medien – darunter auch SRF News.

Wichtig in seiner Karriere sei ihm immer gewesen, mit Spass bei der Sache zu sein. «Wäre ich in jungen Jahren etwas professioneller gewesen, hätte ich vielleicht mehr Erfolg gehabt. Dann wäre ich aber vielleicht früher ausgebrannt.»

Nun wird seine Karriere dieses Wochenende in London enden – dort, wo er 1998 seinen ersten grossen Erfolg feiern durfte, den Junioren-Titel in Wimbledon. Im Rahmen des von ihm ins Leben gerufenen Laver Cups wird der Baselbieter seine letzte Partie auf höchstem Niveau bestreiten.

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