Die Woche in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
In weniger als drei Wochen wird die Fussball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko angepfiffen. Haben Sie Ihre Flüge, Hotels oder Stadionplätze für die WM bereits gebucht? Falls ja: SRF hat einige Tipps und Hinweise zusammengestellt, damit Sie an der Grenze möglichst nicht abgewiesen werden.
Gute Lektüre!
In der Schweiz stösst der Traum vom Eigenheim – oft ein Einfamilienhaus auf dem Land – nach wie vor auf zwei Hindernisse: Geld und ein begrenztes Angebot.
Während 70% der 25- bis 40-Jährigen eine eigene Immobilie besitzen möchten, erwägen nur 16% der Eigentümer:innen, ihre Immobilie zu verkaufen. Dies geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten jährlichen Umfrage des Hypothekenbrokers MoneyPark und der Versicherung Helvetia hervor.
Nur ein Drittel der Mieter:innen gab an, mit ihrem Zuhause zufrieden zu sein, verglichen mit 54% der Wohnungseigentümer:innen und 89% der Hauseigentümer:innen.
«Viele Menschen würden lieber in ländlicheren Gegenden leben, ziehen aber aus beruflichen Gründen, wegen der Infrastruktur und des sozialen Umfelds in städtische Zentren», sagt MoneyPark-CEO Lukas Vogt. «Wir erleben deshalb weniger eine Landflucht als vielmehr einen Urbanisierungsprozess.»
Am 14. Juni gehen die Schweizer:innen an die Urnen, wie sie es im Schnitt viermal pro Jahr tun. In Zürich ist die Wohnungsknappheit das beherrschende Thema: Zwei Initiativen fordern den Schutz vor Kündigungen und den Bau von mehr bezahlbarem Wohnraum.
Die stark steigenden Treibstoffpreise zwingen die Schweizer:innen dazu, ihr Mobilitätsverhalten zu überdenken – immer mehr Autos bleiben in der Garage stehen.
Von den 1000 Personen, die das Forschungsinstitut Marketagent Schweiz zwischen Ende April und Mitte Mai befragt hat, gaben 42% an, häufiger den öffentlichen Verkehr zu nutzen, und 35% gehen öfter zu Fuss. Zudem sagten 24%, sie würden vermehrt das Velo oder den Roller benutzen, während 15% häufiger im Homeoffice arbeiten würden.
Während 62% angaben, die steigenden Treibstoffpreise bereits im Portemonnaie zu spüren, plant die Mehrheit (57%) trotzdem nicht, deswegen ein Elektrofahrzeug zu kaufen.
Beim Kauf eines neuen Autos würden sich 33% für ein Hybridfahrzeug entscheiden, doch Benzin (31%) liegt nach wie vor vor dem Elektroauto (26%). Diesel hingegen verliert an Boden: Nur noch 7% der Befragten ziehen diesen Motorentyp in Betracht.
Der Anteil übergewichtiger und adipöser Kinder im Volksschulalter in der Schweiz ist von rund 20% im Jahr 2005 auf heute 15,5% gesunken – der tiefste Wert seit Beginn des BMI-Monitorings (Body Mass Index).
Der stärkste Rückgang wurde auf der Primarstufe verzeichnet, wo die Quote um fünf Prozentpunkte sank. Auf der Sekundarstufe I ging sie um drei Punkte zurück, wie die Stiftung «Gesundheitsförderung Schweiz» mitteilte, die die Zahlen am Dienstag veröffentlichte.
Die Daten zeigen nur geringe Unterschiede zwischen Knaben und Mädchen, und in den letzten 20 Jahren haben sich die nationalitätsbezogenen Unterschiede verringert, während die Unterschiede aufgrund der sozialen Herkunft bestehen geblieben sind. Werden alle Faktoren berücksichtigt, erweist sich die soziale Herkunft als wichtigster Faktor für Übergewicht.
Drei Tage zuvor hatte die Neue Zürcher Zeitung berichtet, dass es in der Schweiz «zu viele dicke Kinder» gebe und dass der Bund Reklame für ungesunde Lebensmittel wie Schokolade, Chips und Süssgetränke in Schulen, im Kino oder im Fernsehen «massiv reduzieren» wolle. Dabei setzt der Bund auf die Mithilfe von Unternehmen wie McDonald’s, Coca-Cola und Supermärkten. Laut der NZZ soll die freiwillige Selbstregulierung noch vor Ende Jahr unterzeichnet werden, damit die neuen Werberegeln 2027 in Kraft treten können.
Die Fussball-Weltmeisterschaft der Männer 2026 wird am 11. Juni in Nordamerika angepfiffen. Die Schweiz hat sich qualifiziert und bestreitet zwei ihrer drei Gruppenspiele in Kalifornien – doch, wie sich SRF diese Woche fragte: «Ist eine Reise in die USA zurzeit eine gute Idee?»
«Laut der Website des EDA sind Reisen in die USA grundsätzlich sicher», beruhigte SRF die Leser:innen am Montag und wies darauf hin, dass das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bei Reisen fast in allen Ländern auf die Gefahr von terroristischen Anschlägen warnt, so auch bei der Einreise in die USA. Explizit zur Vorsicht mahnt das EDA beim Besuch von Sport- und Kulturveranstaltungen in den USA. Was mit «Vorsicht walten lassen» konkret gemeint ist, habe das EDA auch auf Nachfrage nicht weiter erklärt.
SRF erinnert die Fans daran, dass man für eine Einreise in die USA als Tourist:in für bis zu 90 Tage zwar kein Visum, aber eine Esta-Reisegenehmigung benötigt – wobei diese, wie betont wurde, kein garantierter Einreiseschein sei. «Seit dem zweiten Amtsantritt von Präsident Donald Trump ist die Beliebtheit von Reisen in die USA zurückgegangen. Das hat auch damit zu tun, dass Fälle von Personen bekannt geworden sind, die trotz gültiger Einreisepapiere nicht einreisen durften.»
Lorenz Wolffers, Anwalt in New York mit Spezialisierung auf Migrationsrecht, sagt gegenüber SRF, Einreisen in die USA für Schweizer Bürger:innen mit gültigem Pass und Esta seien in den allermeisten Fällen problemlos. «Schwierigkeiten gibt es allerdings, wenn eine Person Vorstrafen hat, sei es in den USA oder in der Schweiz.» Selbst geringfügige Vergehen wie Geschwindigkeitsübertretungen könnten dazu führen, dass das Esta kurzfristig annulliert oder die Einreise verweigert werde, warnt er.
Probleme kann es auch geben, wenn die Behörden vermuten, dass man – trotz der Einreise als Tourist – in den USA arbeiten will. Zu diesem Zweck könnten die Beamten auch Informationen von einem Handy oder vom Laptop des Reisenden verwenden, sagt der Anwalt. «Wer sich bei einem USA-Aufenthalt regelmässig ins System seines Schweizer Arbeitgebers einloggt, bewegt sich bereits in einer Grauzone.»
Die kommende Woche
La Chaux-de-Fonds ist 2027 die erste Kulturhauptstadt der Schweiz. Am Dienstag wird die Stadt einige Höhepunkte ihres Programms vorstellen.
Am Donnerstag jährt sich zum ersten Mal der Tag, an dem ein gewaltiger Bergsturz grosse Teile des Bergdorfs Blatten zerstörte. In Blatten findet eine Gedenkfeier statt.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards