Mittwoch
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland,
Heute erfahren Sie, wie Sie sich bei einem Wegzug aus der Schweiz viel Ärger mit der Krankenkassenversicherung ersparen können. Ausserdem im Angebot ein paar typische Schweizer Themen: Wasserqualität, Verdingkinder und – wenig überraschend – die Wahlen 2019.
Liebe Grüsse aus dem sommerlich warmen Bern
Hat Ihnen die Frage der Krankenkassenversicherung bei Ihrem Wegzug aus der Schweiz Kopfzerbrechen beschert? Das würde mich nicht erstaunen.
Denn, wer in der Schweiz die Zelte abbrechen und sich für eine längere Zeit im Ausland niederlassen will, tut gut daran, sich rechtzeitig über die Krankenkassenversicherung zu informieren. Ansonsten drohen böse Überraschungen und zusätzliche Kosten.
Wir haben erstmals in aufwändiger Einzelrecherche die Angebote der einzelnen Schweizer Krankenkassen in verschiedenen Ländern zusammengetragen und vergleichbar gemacht. Ist Ihre Kasse oder Ihr Land dabei? Teilen Sie uns mit, wenn Sie Ergänzungen zu unserer Tabelle haben: swi.plus@swissinfo.ch.
Ganz wichtig: Wer bei einer Schweizer Krankenkasse versichert sein will, muss den Antrag stellen, solange er oder sie noch in der Schweiz angemeldet ist. Verreisen und dann der Krankenkasse die Adressänderung bekannt geben, geht also nicht.
Grundsätzlich wird unterschieden zwischen einem neuen Domizil in oder ausserhalb der EU. Im EU-Raum sind Auslandschweizer und -schweizerinnen in gewissen Fällen nämlich verpflichtet, weiterhin bei einer Schweizer Krankenkasse die obligatorische Grundversicherung zu haben.
- Im unserem heute publizierten Artikel erhalten Sie weitere hilfreiche Informationen zum Thema.
- Krankenkassen-Beiträge: Schweizer Rentner in Deutschland bezahlen zu viel.
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Zu hohe Fungizid-Werte im Grundwasser sorgen in der Schweiz seit mehreren Wochen für negative Schlagzeilen. Heute berichtet die Redaktion Tamedia, dass die Lage noch prekärer sei, als vor zwei Wochen vom Bund angegebenen.
Die Redaktion hat bei Kantonschemikern und bei sämtlichen kantonalen Umweltämtern nachgefragt. Sie kommt zu einem anderen Resultat als der Bund, weil die Kantone Zugriff auf die Daten von mehr Messstellen als der Bund haben und breitwilliger Auskunft geben.
Das Gift-Problem beschränkt sich grösstenteils auf das Mittelland. Dort wird Landwirtschaft am intensivsten betrieben. Schweizer Bauern setzen Chlorothalonil seit den 1970er-Jahren auf ihren Feldern ein. Mit Abstand am meisten Überschreitungen meldete der Kanton Zürich. Allerdings gaben die Kantone sehr unterschiedlich Auskunft.
In der EU ist der Wirkstoff ab 2020 verboten. Der Bund will bis im Herbst ein Chlorothalonil-Verbot prüfen. Doch: Der Stoff hat sich längst abgelagert und wird wohl noch während der nächsten 20 Jahre ins Trinkwasser gelangen.
- Hier finden Sie die ganze GeschichteExterner Link der Redaktion Tamedia.
- Woher kommt das Trinkwasser in der Schweiz?
- Mitteilung des Bundesamts für UmweltExterner Link zur Qualität des Schweizer Grundwassers von Mitte August.
- Die Schweiz, das Wasserschloss Europas – wie lange noch?
Es ist ein Schlag ins Gesicht ehemaliger Verdingkinder: Die Zahlung des Solidaritätsbeitrags kann für sie zu Rentenkürzungen führen.
Verdingkinder sind ein trauriges Kapitel der Schweizer Geschichte. Zu Tausenden wurden sie von ihren Eltern getrennt und bei Bauern fremdplatziert.
Betroffene konnten bis Ende März 2018 ein Gesuch um einen Solidaritätsbeitrag einreichen. Viele haben die 25’000 Franken inzwischen erhalten.
Doch nun zeigt sich: Wer Geld vom Bund erhalten hat, dem werden dafür möglicherweise Ergänzungsleistungen gekürzt. Das Bundesamt für Justiz spricht von «Einzelfällen».
Dennoch hat der Basler SP-Nationalrat Beat Jans einen Vorstoss angekündigt, der solche Kürzungen ausschliessen soll. Denn passiert sei genau das Gegenteil dessen, was das Parlament habe erreichen wollen: Entlastung für die Menschen, denen durch staatliche Eingriffe Unrecht widerfahren ist.
- Lesen Sie bei SRF die Geschichte einer BetroffenenExterner Link.
- Die AargauerZeitung weiss, weshalb es zu diesen Kürzungen kommen kann.Externer Link
- Viele Betroffene verzichteten auf eine Entschädigung – hier erfahren Sie weshalb.
Die Schweizerinnen und Schweizer sind ein globalisiertes Völkchen: Heute leben 10,6% aller Menschen mit dem roten Pass im Ausland. Wussten Sie, dass die meisten in Frankreich leben?
Wir haben Sie auf unseren Facebook Seiten gefragtExterner Link wo unsere Community eigentlich lebt und 250 von Ihnen haben uns geantwortet. Es kamen Meldungen aus sechs Kontinenten. (Sollten Sie dies in der Antarktik lesen, melden Sie sich bitte bei uns!)
Viele von Ihnen antworteten mit Emoji-Flaggen und Bildern von Fahnen. Da waren einige dabei die wir selbst nicht kannten, wie zum Beispiel die Flagge hier 🇸🇱, geteilt von Simone Karemo. Sie betreibt seit 13 Jahren Missionsarbeit in Sierra Leone mit ihrem einheimischen Ehemann dort.
- Hier finden Sie noch mehr Infos zu dieser vielfältigen Gruppe von Abenteurern.
- Diesen Sommer haben wir Auslandschweizerklubs in sechs Ländern besucht, um Gespräche zu den Parlamentswahlen vom 20. Oktober zu führen. Es waren intensive Debatten, wie etwa jene in Aachen, Deutschland.
Die eidgenössischen Wahlen rücken näher und werden Schweizerinnen und Schweizer im In- wie Ausland wohl noch eine Weile beschäftigen. Heute hat die NZZ einen grossen Überblick zu den Parteien publiziert.
Aufgrund der kantonalen Wahlen und der Umfragen prognostizieren die Autoren, dass die Grünen und Grünliberalen zu den Gewinnern zählen werden. Der 20. Oktober werde möglicherweise als «Klimawahl» in die Geschichte eingehen.
Vieles deute darauf hin, dass die Grünen und linken Partien zulegen würden und die SVP-FDP-Mehrheit im Nationalrat verloren gehe. Deswegen von einer Richtungswahl zu sprechen, halten die Autoren aber für übertrieben, weil trotz einer Sitzverschiebung nach links für eine Mehrheit immer noch eine Allianz mit einer bürgerlichen Partei nötig wäre.
Auch hätte eine Verschiebung laut NZZ kaum Folgen für die drängenden Fragen der Altersvorsorge und der Europapolitik. Am ehesten sei eine neue Politik im Bereich Umweltschutz denkbar.
- Lesen Sie hier den umfangreichen Parteien-ÜberblickExterner Link der NZZ (Paywall).
- Mehr Informationen zu den Wahlen 2019 in unserem Dossier.
Ihre Stimme bei den kommenden Wahlen ist schon hart umkämpft.
Dabei geht es um die 200 Volksvertreterinnen und -vertreter im Nationalrat und die 46 Mitglieder des Ständerats (Genau genommen sind es deren 45: Der Kanton Appenzell Innerrhoden wählte seinen Standesvertreter bereits an der Landsgemeinde vom 28. April 2019).
Favoriten sind die Grünen, die Sozialdemokraten und die Grünliberalen – sie waren die Gewinner der letzten kantonalen Wahlen. Die Schweizerische Volkspartei dagegen, landesweit die stärkste Partei, musste auf Kantonsebene stark Federn lassen.
- Wir erklären in einem kurzen Video wie die Parlamentswahlen ablaufen.
- Hier zeigen wir Ihnen die Wahlergebnisse seit 1971 auf einen Blick.
- Was sind die fünf wichtigsten Probleme der Schweiz? Diese Frage wird jedes Jahr rund tausend Stimmberechtigten gestellt. Hier sind die Ergebnisse.
- Noch mehr unserer vielseitigen Berichterstattung finden Sie hier.
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