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Iraker nach Schweden ausgeschafft

Die Schweiz hat einen irakischen Asylsuchenden ausgeschafft. Der Mann, dem laut Amnesty International in seiner Heimat der Tod droht, war Protagonist in einem preisgekrönten Dokumentarfilm.

Der Mann wurde nach Schweden zurückgeführt, weil dies sein erstes Asylland war. Das Asylverfahren werde in Schweden fortgeführt, teilte das Eidg. Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) mit. Einen allfälligen negativen Entscheid könne der Iraker dort anfechten.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) befürchtet, dass Schweden den Mann in den Irak ausschafft. Dort droht dem Iraker nach Ansicht von Amnesty der Tod.

Im Irak habe er als Übersetzer für das US-Militär gearbeitet und sei deswegen von bewaffneten islamistischen Gruppen als «Verräter» bedroht worden. Deshalb habt er laut AI sein Heimatland verlassen müssen. Annähernd 300 Iraker, die als Übersetzer gearbeitet hätten, seien bereits umgebracht worden.

Der Mann ist einer der Protagonisten des preisgekrönten Dokumentarfilms «La Forteresse» des Schweizers Fernand Melgar. In der Westschweiz haben 27’000 den Film gesehen, was für einen Dokumentarfilm ein sehr guter Wert ist. Melgar hatte sich dafür eingesetzt, dass sein Protagonist in der Schweiz bleiben kann.

swissinfo und Agenturen

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