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Mehr Kriegsgerät verkauft

Die Welt liess sich Schweizer Kriegs-Technologie fast 45 Mio. Franken kosten. www.ruaglandsystems.com

Die Schweiz hat im Jahr 2001 für insgesamt 258,2 Mio. Franken Kriegsmaterial exportiert. Besonders begehrt waren Schweizer Munition und Panzer-Fahrzeuge.

Im letzten Jahr wurde für 44,6 Mio. Franken mehr Kriegsmaterial exportiert als im Vorjahr. Dies geht aus den Zahlen hervor, die das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) am Freitag veröffentlichte.

Der Anteil der Kriegsmaterial-Exporte betrug 0,19% der gesamten Warenausfuhr der Schweizer Wirtschaft. Im Vorjahr hatte dieser Wert noch bei 0,16% gelegen.

Hauptabnehmer in Europa

Das meiste Gerät ging nach Europa. Grösster Abnehmer überhaupt war mit 46,9 Mio. Franken Deutschland, gefolgt von Irland mit 38 Mio. Franken und Spanien mit 30,4 Mio. Franken.

Fast 35 Mio. Franken bezahlten die Deutschen für Hand- und Faustfeuerwaffen sowie passende Munition dazu. Irland kaufte für fast 38 Mio. Franken Panzer und Fahrzeuge.

Spanien liess sich Feuerleit-Einrichtungen über 21 Mio. Franken kosten. Solche Systeme kauften auch Deutschland, Frankreich Grossbritannien, Italien, Österreich und Schweden.

Italien kaufte zudem für beinahe 260’000 Franken Tränengas und andere Reizstoffe.

USA wichtiger Kunde

Die Vereinigten Staaten kauften für beinahe 22 Mio. Franken Kriegsgerät aus der Schweiz. Über 3 Mio. Franken bezahlten sie für Kleinwaffen und Munition, den grössten Posten machten aber Luftfahrzeuge für über 17 Millionen aus.

Afrika und Asien

Nach Afrika wurde verhältnismässig wenig aus der Schweiz exportiert. Wichtigste Schweizer Kunden waren Ägypten mit Einkäufen von fast 300’000 und Südafrika mit 190’000 Franken.

Wichtigster asiatischer Kunde war Singapur, das für fast 13 Mio. Franken einkaufte. Neben den Kleinwaffen mit Munition kaufte der Stadtstaat Tränengas und Reizstoffe sowie militärische Explosiv-, Brenn- und Treibstoffe.

Kein Rekordjahr

1976 hatten die Exporte mit einem Anteil an der gesamten Warenausfuhr von 1,32 Prozent einen Rekordwert erreicht. Nach 1987 mit 578 Mio. Franken fielen die unter das Kriegsmaterial-Gesetz fallenden Exporte und erreichten 1995 mit 141,1 Millionen Franken den absoluten Tiefststand. Im Jahr 2000 war für 213,6 Millionen Franken Kriegsmaterial exportiert worden.

Statistik der Kategorien

Das Staatsekretariat für Wirtschaft unterteilt die Kriegsmaterialien in 22 Kategorien und ordnet diese den Käufer-Ländern zu. Um welche Gerätschaften es sich jeweils genau handelt, ist aus der seco-Statistik nicht ersichtlich. Das heisst es bleibt unklar, welche Sorte von Waffen innerhalb der Kategorie gekauft wurde.

swissinfo und Agenturen

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