Nein zur Lehrstellen-Initiative
Der Nationalrat lehnt die Lehrstellen-Initiative ab. Das vom Parlament genehmigte neue Berufsbildungsgesetz dient dem Rat als indirekter Gegenvorschlag.
Die Initiative verlangt, dass der Staat über die Qualität der Ausbildung wachen soll. Um allen eine Lehre zu ermöglichen, soll der Bund einen Fonds schaffen. Dieser wäre von Firmen zu speisen, die keine oder zu wenig Lehrstellen anbieten.
Gegen die Stimmen der Linken lehnte der Rat die Volksinitiative der Gewerkschaftsjugend und anderer Jugendorganisationen «für ein ausreichendes Berufsbildungsangebot» (Lipa) mit 110 zu 55 ab.
Lehrstellenmarkt stabil
Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) stellte fest, dass heute die Situation auf dem Lehrstellenmarkt stabilisiert sei. Die Betriebe bildeten wieder vermehrt aus und die geburtenschwächeren Jahrgänge würden bereits spürbar.
Mit dem Berufsbildungsgesetz seien zudem wichtige Erfolgsfaktoren aus der Initiative und weitere Massnahmen ins Recht gesetzt worden. Die Lehrstellen-Initiative habe der Berufsbildung neue Impulse gegeben; das neue Berufsbildungsgesetz sei aber die wesentlich bessere Lösung.
Die Vorlage geht nun an den Ständerat.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch