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Paris fordert Repressalien gegen Steueroasen

Der für den Staatshaushalt zuständige französische Minister Eric Woerth hat am Sonntag in einer Fernsehsendung Steuerparadiese als "Schande" und "Schmarotzer" bezeichnet. Wer nicht kooperiere, solle mit Repressalien rechnen müssen, so Woerth. Damit gerät auch die Schweiz weiter in Bedrängnis.

Die von der Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) geführte Schwarze Liste der Steueroasen sei lächerlich, sagte Woerth. In Realität gebe es vielmehr Steuerparadiese.

Paris und Berlin, die im Kampf gegen Steuerparadiese zusammenspannen, haben die OECD beauftragt, bis im Sommer 2009 die Schwarze Liste zu vervollständigen. Zurzeit sind auf der Liste nur drei unkooperative Länder aufgeführt: Monaco, Andorra und Liechtenstein.

Woerth hofft, dass am Gipfeltreffen der G20 im April in London diesbezüglich Entscheidungen getroffen werden können.

Obschon Bundesrat Hans-Rudolf Merz darum gebeten hatte, wird die Schweiz offiziell nicht am Gipfeltreffen der G-20 teilnehmen.

Bereits letzten Oktober hatte der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück die schweizerische Steuerpolitik angegriffen. Die Schweiz biete Konditionen an, die deutsche Steuerzahler dazu einladen würden, in Deutschland Steuern zu hinterziehen, sagte er.

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