Polizeikommandanten für Elektroschockpistole
Für die Schweizer Polizeikommandanten ist der Taser eine sinnvolle Waffe, auf die die Kantonspolizeikorps nicht verzichten sollen. Sie fordern aber, dass die Elektroschockpistolen nach einheitlichen Kriterien zum Einsatz kommen.
Die Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz (KKPKS) hat sich am Samstag an ihrer Jahreskonferenz einstimmig für den Taser ausgesprochen. Sie empfiehlt der Polizeidirektorenkonferenz, die Waffe schweizweit einzuführen.
Bereits drei Viertel der Kantonspolizeikorps verfügen über den Taser. Die Polizeikommandanten möchten aber einheitliche Kriterien für den Einsatz der Waffe und haben deshalb Richtlinien verabschiedet.
Nicht jeder Polizist solle über einen Taser verfügen, sondern nur speziell ausgebildete Mitglieder von Sondergruppen. Zudem solle das Destabilisierungsgerät nur in Fällen eingesetzt werden dürfen, in denen heute die Schusswaffe erlaubt sei.
Der Vorteil des Tasers ist gemäss KKPKS, dass er oft die Schusswaffe ersetzen kann. Damit komme es zu weniger Todesfällen oder Verletzungen.
Die Elektroschockpistole ist aber nicht unumstritten. Menschenrechtsorganisationen verweisen auf Todesfälle, die der Taser im Ausland verursacht habe.
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