US-Schweizerische Beziehungen im Rampenlicht
Die Schweizer Aussenministerin Micheline Calmy-Rey ist in die USA gereist und trifft dort ihre Amtskollegin Condoleezza Rice.
Die Gespräche drehen sich unter anderem um ein künftiges Rotkreuz-Emblem. Beim Stopp bei den Vereinten Nationen in New York geht es um die UNO-Reformen.
Im Zentrum des USA-Besuchs von Aussenministerin Michelin Calmy-Rey ist am Montag ein Arbeitsbesuch bei ihrer US-Kollegin Condoleezza Rice, teilt das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit.
Anlässlich des Besuches würden die Beziehungen zwischen der Schweiz und den USA diskutiert und die gemeinsamen Schwerpunkte einer zukünftigen Zusammenarbeit skizziert, schreibt das EDA in einem Communiqué weiter.
Die Landesregierung ist an intensiveren Wirtschaftsbeziehungen mit den Vereinigten Staaten interessiert. Der Bundesrat strebt deshalb mit den USA ein Freihandelsabkommen an.
«Roter Kristall»
Ein wichtiges Thema ist ein zusätzliches Emblem der Genfer Konventionen neben dem Roten Kreuz und dem Roten Halbmond.
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) wünscht sich einen Rhombus, einen «Roten Kristall». Er würde bei Einsätzen in Kriegs- und Konfliktregionen als einheitliches Schutz-Emblem der Rotkreuz-Bewegung dienen.
Menschenrechtsrat
Die Schweiz unterstützt den von UNO-Generalsekretär Kofi Annan vorgeschlagenen permanenten Menschenrechtsrat anstelle der jetzigen UNO-Menschenrechts-Kommission. Sie schlägt Genf als Hauptsitz vor. Die USA stehen dieser Idee positiv gegenüber.
Neben den Gesprächen mit Rice sind nach Angaben des Aussenministerium auch Kontakte mit Vertreterinnen und Vertretern des US-Kongresses geplant.
Die Schweiz und die UNO
Am Dienstag wird Calmy-Rey am UNO-Hauptsitz in New York Gespräche über die aktuellen UNO-Reformen führen. Die Pläne sind der Schweiz zu vage.
Vorgesehen ist auch ein Gespräch mit UNO-Generalsekretär Kofi Annan.
swissinfo und Agenturen
Die Schweiz vertritt die Interessen der USA in Iran und Kuba
2003 war die Schweiz in den USA die drittgrösste ausländische Investorin.
Mehr als 600 Schweizer Firmen beschäftigen mehr als 500’000 Menschen in den USA.
In der Schweiz sind rund 650 US-Firmen ansässig, einige von ihnen haben die Schweiz als ihr europäisches Hauptquartier ausgewählt.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch