«Voll und ganz demokratisch»
Zwar gibt es in 140 der fast 200 Staaten weltweit Wahlen, zu denen mehrere Parteien antreten dürfen. Noch immer schränkten aber über 106 Länder die bürgerlichen und politischen Freiheiten ihrer Bevölkerungen ein. Nur 47 der 81 Länder, die sich gegen Ende des 20. Jahrhunderts für ein demokratisches System entschieden hätten, seien seither zu wirklich voll funktionierenden Demokratien geworden. Nur 57 Prozent der Weltbevölkerung In der Praxis erfüllen laut UNDP zur Zeit weltweit nur 82 Staaten die grundsätzlichen Anforderungen an eine Demokratie: Garantie der Menschenrechte, freie Medien, unabhängiges Justizsystem. Demnach leben nur etwa 57 Prozent der Weltbevölkerung in "voll und ganz" demokratischen Ländern. Wesentlicher Bestandteil einer funktionierenden Demokratie sei die Kontrolle der Sicherheitskräfte. Und in dem Zusammenhang weiter: "Im Verlauf des 20. Jahrhunderts töteten Regierungen rund 170 Millionen ihrer Bürger. Dies sind weit mehr als in Kriegen zwischen Staaten ums Leben kamen." Gleichzeitig kamen in den 90er Jahren rund 3,6 Millionen Menschen bei innerstaatlichen Konflikten ums Leben. Die Zahl der Flüchtlinge und Binnenvertriebenen stieg um 50%. Die Hälfte aller zivilen Opfer sind Kinder. Rita Emch
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