Waffenschutzinitiative zustande gekommen
Nun wird das Stimmvolk entscheiden, ob die Dienstwaffe weiterhin zu Hause aufbewahrt werden darf. Die Volksinitiative "für den Schutz vor Waffengewalt" ist formell zustande gekommen.
Die Bundeskanzlei erklärte am Mittwoch von den 106’323 eingereichten Unterschriften 106’037 gültig. Wird die Waffenschutzinitiative angenommen, werden die Militärwaffen aus den Haushalten verbannt und in den Zeughäusern gelagert.
Ausserdem soll Waffenbesitz nur noch mit einem Bedürfnis- und Fähigkeitsausweis möglich sein. Zudem sollen alle Schusswaffen in einem zentralen Register erfasst werden.
Hinter dem Begehren stehen 74 Parteien und Organisationen – neben den Sozialdemokraten (SP) und Grünen mehrere Jungparteien, die Gewerkschaften, die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), Friedensorganisationen, Frauenverbände, Kirchen und Institutionen der Suizidprävention.
An der Nationalrats-Sonderdebatte zum Thema Waffen setzte sich am Montag das bürgerliche Lager durch. Es entschied, wie zuvor der Ständerat, am Grundsatz der Heimabgabe von Armeewaffen festzuhalten.
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