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Schweizer Snowboarder holen Gold und Silber

Die Schoch-Brüder erfüllten sich ihre Olympia-Träume: Simon (Silber, links) und Sieger Philipp. Keystone

Die Schweizer Brüder Philipp und Simon Schoch gewinnen im Snowboard bei den Olympischen Winterspielen Gold und Silber im Parallel-Riesenslalom.

Dieser Inhalt wurde am 22. Februar 2006 - 14:39 publiziert

Nach dem Überraschungssieg von Tanja Frieden im Boardercross ist Schochs Goldmedaille bereits die zweite für das Schweizer Snowboard-Team.

Erstmals seit zwölf Jahren haben Brüder bei Olympischen Winterspielen Gold und Silber wieder unter sich ausgemacht. In einem Familiengipfel auf der Piste gewann der Schweizer Snowboarder Philipp Schoch am Mittwoch in Bardonecchia mit 0,73 Sekunden Vorsprung gegen seinen Bruder Simon den Parallel-Riesenslalom.

Der 26-Jährige Titelverteidiger setzte sich in beiden Finalläufen gegen den ein Jahr älteren Weltcup-Spitzenreiter durch. "Philu", wie er genannt wird, konnte damit seinen Triumph von 2002 in Salt Lake City wiederholen, als erster Fahrer in der Geschichte des Snowboard-Sports.

Nur zwei Mal gelang es Schweizern, einen Goldgewinn zu wiederholen: Gusti Weder/Donald Acklin im Zweierbob (1992 und 1994) und der Skifahrerin Vreni Schneider im Slalom (1988 und 1994).

Traum wahrgemacht

"Das mit Simon zusammen machen zu können, war das Grösste", kommentierte Philipp den spannenden Final. "Daraufhin haben wir gearbeitet, gemeinsam in den Final zu kommen. Ich bin so glücklich und sprachlos über meine zweite Goldmedaille".

Bruder Simon war nicht Verlierer, sondern glücklicher Zweiter: "Philipp ist verdient Olympiasieger", sagte er. Bronze ging an Siegfried Grabner aus Österreich, der das kleine Finale gegen den Franzosen Mathieu Bozzetto gewann.

Alle vier Schweizer Teilnehmer konnten sich zwar unter den ersten acht Fahrern klassieren: Heinz Inninger kam auf Platz 5, Gilles Jaquet fuhr auf den 8. Rang. Die beiden hatten jedoch mehr erwartet.

Bruderduell

Wenn die Olympischen Spiele einen hohen Favoriten kannten, dann trug er den Namen Schoch. Hinter dem Brüderpaar aus dem Kanton Zürich verbarg sich gleich eine doppelte Schweizer Gewinnchance, die sie am Mittwoch nun wahrgenommen haben.

Wie erhofft, kam es am olympischen Hang zum Bruderduell: Titelverteidiger Philipp gegen Weltcup-Leader Simon. Im Final bewies schliesslich Philipp die besseren Nerven.

Medaillen 9, 10 - und 11

Das heutige Edelmetall bedeutet bereits die Medaillen 9 und 10 für die Schweiz in Turin. Die elfte gewann am Mittwochabend die Freestyle-Springerin Evelyne Leu (Gold).

Und eine zwölfte Medaille ist der Schweizer Delegation im Curling-Final der Damen vom Donnerstag bereits sicher.

Dominatoren

Die "Schoch brothers" aus dem zürcherischen Fischenthal dominieren bereits den laufenden Weltcup nach Belieben: Philipp, Olympiasieger 2002 im Parallelslalom in Salt Lake City, hat bisher nicht weniger als fünf Bewerbe gewonnen.

Dennoch hat der ein Jahr ältere Simon, sein härtester Konkurrent, in der Zwischenwertung derzeit die Nase vorn, weil er regelmässiger punkten konnte.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Snowboard ist sei den Olympischen Spielen 1998 in Nagano mit drei Disziplinen vertreten: Halfpipe, Parallel-Riesenslalom und Boardercross.

Vor vier Jahren in Salt Lake City gewannen die Schweizer Snowboarder zwei Medaillen: Philipp Schoch holte Gold im Parallel-Slalom und Fabienne Reuteler Bronze in der Halfpipe.

Im Weltcup-Zwischenklassement des Parallel-Riesenslaloms führen vier Schweizer: 1. Simon Schoch, 2. Philipp Schoch, 3. Heinz Inniger, 4. Gilles Jaquet.

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Fakten

Medaillenspiegel Schweiz: 4 Gold, 3 Silber, 4 Bronze (Am Donnerstag spielen die Curling-Frauen gegen Schweden um Gold oder Silber).
Die Snowboard-Rennen werden in Bardonecchia ausgetragen.
Der Ort liegt in Alta Val di Susa auf einer Höhe von 1312 Meter über Meer.

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