Stadt Schaffhausen budgetiert für 2027 ein Millionen-Defizit
Die Stadt Schaffhausen hat für das Jahr 2027 ein Defizit von 9,3 Millionen Franken budgetiert. Grund dafür sind stark sinkende Unternehmenssteuern.
(Keystone-SDA) Das städtische Budget weist damit nach mehreren positiven Jahren wieder rote Zahlen auf. Die finanziellen Aussichten für den Standort hätten sich in den vergangenen Monaten deutlich verfinstert, wie der Schaffhauser Stadtrat am Donnerstag mitteilte.
Das Minus ist vor allem auf die Umsetzung der internationalen OECD-Mindeststeuer zurückzuführen. Die Stadt rechnet damit, dass die Einnahmen durch Unternehmenssteuern im kommenden Jahr um rund 20 Millionen Franken einbrechen werden. Der Steuerfuss soll jedoch vorerst unverändert bei 83 Prozent bleiben.
Düstere Aussichten für Firmensteuern
Der Stadtrat warnt vor einem langfristigen Rückgang dieser wichtigen Einnahmequelle. Im schlimmsten Fall droht der Stadt durch wegbrechende Firmensteuern ein jährlicher Verlust von 80 bis 90 Millionen Franken. Um auf diesen Ernstfall reagieren zu können, erarbeitet der Stadtrat derzeit eine Strategie. Sollte dieser drastische Einbruch eintreffen, seien Steuer- und Gebührenerhöhungen sowie ein Leistungsabbau unumgänglich.
Um die Finanzen zu stabilisieren, hat die Stadt das Aufwandwachstum für das kommende Jahr bereits gebremst. Der Sachaufwand wurde bewusst gesenkt. Auch die Investitionen gehen nach einem erwarteten absoluten Rekordwert im Jahr 2026 künftig wieder zurück. Für das städtische Personal ist derweil ein moderater Lohnanstieg von einem Prozent vorgesehen, der primär die Teuerung ausgleichen soll.