Stadt Zürich verzeichnet überdurchschnittliche Stimmbeteiligung
Sechs Tage vor den Abstimmungen vom 14. Juni hat die briefliche Stimmbeteiligung in Zürich 30,5 Prozent erreicht. Damit liegt die Beteiligung über dem Durchschnitt.
(Keystone-SDA) Das Interesse an den Urnengängen vom kommenden Sonntag ist in der Stadt Zürich vergleichsweise hoch, wie aus den von der Stadt veröffentlichten Zahlern hervorgeht. Die abgegebenen Stimmcouverts übertreffen den Durchschnitt früherer Urnengänge klar.
Bei den vergangenen 22 Urnengängen seit 2021 lag die Beteiligung am Montag vor dem Abstimmungssonntag im Schnitt bei rund 26 Prozent. Bei 15 dieser Urnengänge fiel der Wert tiefer aus als aktuell. Bei der letzten Abstimmung im vergangenen Mai lag er sechs Tage vor dem Termin bei lediglich 19,7 Prozent. Dies zeigt eine Auswertung der von der Stadt veröffentlichten Daten durch Keystone-SDA.
Die akutellen Daten der Stadt Zürich umfassen die bisherigen Postsendungen sowie die Einwürfe beim Stadthaus. Erst nach dem Auszählen aller Stimmzettel am Sonntag wird klar sein, wie hoch die gesamte Wahl- und Stimmbeteiligung tatsächlich ausfällt.
Initiative der SVP moblisiert wohl
Auch die Stadt Winterthur hat am Montag erste Zahlen veröffentlicht. Dort belief sich die briefliche Stimmbeteiligung auf rund 26,1 Prozent. Für Winterthur liegen allerdings keine historischen Vergleichsdaten vor.
Zur hohen Stimmbeteiligung beitragen dürfte die umstrittene «Keine 10-Millionen-Schweiz»-Volksinitiative der SVP. Im Kanton Zürich wird zudem unter anderem über mehrere wohnpolitische Vorlagen abgestimmt. In der Stadt Zürich stehen darüber hinaus rekordverdächtige 13 städtische Vorlagen auf dem Programm.