Donnerstag
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Sie mögen es heiss? Dann kann ich Ihnen dienen – mit einer neuen Studie über das Ausmass des Klimawandels. Zur Erfrischung haben Sie sich dann ein kühles Bad verdient. An einem sehr ungewöhnlichen Ort.
Liebe Grüsse aus Bern
Ab heute haben es «Klimaleugner» schwerer: Ihr Argument, Klimaerwärmungen wären etwas Normales, haben Forschende der Universität Bern jetzt entkräftet.
Global statt nur regional: Die Klimaerwärmung betrifft die ganze Welt. Präziser: 98% davon. Dies wiesen Wissenschaftler um Raphael Neukom von der Universität Bern nach.
Klimaskeptiker verweisen gern auf Wärmezeiten, die es schon früher gab. Doch die Forscher wiesen jetzt nach, dass solche stets nur regionale Phänomen waren.
Die Studie ist wasserdicht – Zweifel am Ergebnis räumen die Autoren mit dem Hinweis aus dem Weg, dass sie die Daten aus den letzten 2000 Jahren mit sechs verschiedenen Methoden ausgewertet haben.
- So hat das deutsche Nachrichtenmagazin Spiegel onlineExterner Link über die neue Studie berichtet.
- Die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf die Schweiz: Das heutige Data Piece von meiner Kollegin Alexandra Kohler mit fünf Grafiken.
- Der Bericht von SRF NewsExterner Link über die Studie.
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Autos ohne Fahrer? Schon fast Alltag. Shops ohne Personal? Auch schon fast. Genau das plant die Migros. Der Plan: Wer in den Läden der Tochter Migrolino einkaufen will, muss durch die Gesichtserkennung.
Der Laden, der 24 Stunden geöffnet ist: Was für Metropolen wie New York oder London gut ist, soll für die Schweiz billig sein. Und das erst noch ohne Personal. Und also ohne Gerangel mit den Gewerkschaften.
Nicht alle dürfen rein: Als Kunden sind alle willkommen. Oder besser: fast alle. Jugendliche unter 18 Jahren nämlich sollen die Selbstbedienungsläden nicht dazu ausnützen dürfen, sich dort mit Alkohol oder Tabakwaren einzudecken. Dass sie draussen bleiben, dafür könnte auch eine Gesichtserkennung sorgen. Wie auch für das Bezahlen der Waren.
Die technische Umsetzung steht noch in den Sternen. Datenschützer warnen vor dem Ende der Anonymität. Klar ist, dass Gesichter nicht ohne Bestätigung der Kunden analysiert werden dürfen. Was aber erlaubt und was verboten ist, lässt das Datenschutzgesetz von 1993 offen. Eine Revision ist im Parlament im Gang.
- Bericht über das mitternächtliche ShoppenExterner Link im Blick.
- Und hier jener der Basler ZeitungExterner Link.
Fussball als Inspiration zum Auswandern. Die junge Schweizerin Leandra-Sherylin Flury zieht diese Woche in die Vereinigten Staaten, um dort die Grundsteine für eine Karriere im Profi-Fussball zu legen.
Noch letztes Wochenende spielte die 19-jährige mit den FC Zürich-FrauenExterner Link gegen die Frauen-Auswahl des FC Bayern München (0:3). Diese Woche zieht sie in die USA, um dort zu studieren – und vor allem, um dort als College-Fussballspielerin die Profi-Karriere aufzugleisen.
Immer mehr junge Schweizerinnen wagen diesen Schritt, denn die USA bieten ein attraktives Umfeld, um Studium und Training unter einen Hut zu bringen. Wer zurückkommt, hat gute Chancen, für europäische Top-Clubs und für die Nationalfrauschaft zu spielen. Die Schweizer Rekord-Nationalspielerin Lara DickenmannExterner Link begann ihre Profi-Karriere so.
Vermittelt werden die Schweizer Talente oft von professionellen Agenturen. Dank einer solchenExterner Link fand auch Leandra ihren Ausbildungsplatz in ÜberseeExterner Link.
- Interview mit Leandra-Sherilyn Flury (100Frauen.ch)Externer Link
- Der AbschiedspostExterner Link des Instagram-Accounts «fcz_frauen-storiesExterner Link» (Quelle des Titelbildes)
- Sind Sie auch wegen Ihrer sportlichen Karriere ausgewandert? Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit.
Die Schweiz ist reich. Und reich an Superreichen. Obwohl die Milliardäre und Multimillionärinnen da und dort Neid auslösen, sind sie meist wohlgelitten.
«Geht’s den Reichen gut, geht es auch uns besser»: So beschreibt Reichtumsforscher Ueli Mäder die mehrheitlich positiven Vorurteile vieler «Normalsterblichen» in der Schweiz gegenüber den Vermögenden. Der Soziologe muss es wissen, hatte er doch für seine Studien über Reichtum und seine Wahrnehmung zig Interviews auch mit Superreichen geführt.
Roger Federer muss sich also keine Sorgen machen. Der Schweizer Tennis-Champion, dessen Jahresverdienst 2018 knapp unter 100 Millionen lag, dürfte an seinem künftigen Wohnort in Rapperswil am oberen Zürichsee mit offenen Armen empfangen werden.
Andere Länder, andere Sitten: Das zeigt eine neue Untersuchung über Neidkulturen in Frankreich, Deutschland, den USA und Grossbritannien. Hier betrug der Anteil der Neider zwischen 34% (Frankreich) und 18% (GB). Obwohl die Schweiz nicht untersucht wurde, lassen die Ergebnisse von Mäders Arbeiten eher darauf schliessen, dass die Schweiz Reiche lieber umarmt, als sie ins Tobel zu stossen.
- Artikel «In der Sozial-Oase»Externer Link der Handelszeitung (Paywall)
Und jetzt endlich zur wohlverdienten Erfrischung! Wer in Basel zu faul zum Baden im Rhein ist, oder sich nicht getraut, hüpft einfach in einen Brunnen in der Stadt.
Das Bad im Brunnen hat Tradition. Jener im Basler Quartier St. Alban hat zwar nicht die Ausmasse eines Olympiabeckens, erfüllt aber seinen Zweck viel besser: Erfrischung und Spass, vor allem für Kids und Jugendliche.
Das kühle Nass abseits von Seen und Flüssen ist der Renner in Schweizer Städten. Das hatte auch Bern entdeckt, als es den Bundesplatz vor Jahren von einem Parkplatz in ein Fontänenspiel umwandelte, das bald zum Abenteuerspielplatz für Jung und Alt wurde – dank 26 Wasserfontänen, die nach einer Zufallsregie in die Höhe schiessen. Hartgesottene Sommerprofis ziehen in Bern aber immer noch ein Bad in der Aare vor.
- Eine andere Art der Erfrischung in heissen Tagen liefert Ihnen ein Drink namens SwitchelExterner Link (Schweizer Illustrierte)
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