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Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Heisser Tanz I: AKW-Rückbau. Wir zeigen Ihnen, wie das geht. Heisser Tanz II: Die UBS und das Geschäft mit reichen Auslandkunden. Dazu hat das Bundesgericht heute einen wichtigen Entscheid gefällt. Zudem gibts Frauenpower und ein Start-Feuerwerk!

Liebe Grüsse aus Bern

sda-ats

Schluss mit Raketen und Böllern am 1. August? Einige Gemeinden denken laut darüber nach, am Nationalfeiertag kein Feuerwerk mehr in den Nachthimmel zu schiessen. Aus Rücksicht auf Mensch, Tier und Klima.

Kommt nach der Flugscham jetzt die Feuerwerkscham? Fakt ist: Die geschätzten 1800 Tonnen Feuerwerk, die jedes Jahr in der Schweiz gekauft werden, verursachen fast 80 Tonnen CO2 und 320 Tonnen Feinstaub.

Was machen jetzt die rund ein Dutzend «Klimanotstand-Städte» in der Schweiz? Da ist Entwarnung angesagt: sie bieten dem Publikum auch dieses Jahr das nächtliche Knall- und Lichtspektakel. Einzige Ausnahme ist Olten. Dort steigen nur private Leuchtraketen auf.

sda-ats

Die Schweiz steht vor einer Premiere, die nicht ohne ist: Der erste Rückbau eines Atomkraftwerks steht an. Das Objekt: Das AKW Mühleberg westlich der Hauptstadt Bern.

Mühleberg ist ein Oldtimer. Aber das zweitälteste Atomkraftwerk der Schweiz, 1972 in Betrieb genommen, wird nicht restauriert, sondern Rohr um Rohr und Schraube um Schraube demontiert und entsorgt. Der Rückbau wird volle 15 Jahre dauern. Wenn alles gut läuft.

Das Ganze ist eine milliardenschwere Mammutaufgabe. Denn es darf keine radioaktive Strahlung in die Umwelt gelangen. 2034 soll das Gelände dann wieder so aussehen, wie vor dem Bau.

Dafür gibt’s aber keine Garantie. Denn niemand hat Erfahrung mit der Demontage einer solchen Anlage. Immerhin: Der Abbruch-Fahrplan steht. Bei uns erfahren Sie mehr über das 15-Jahre-Projekt.

swissinfo.ch

Auf der Krim gibt es ein Zürichtal und in den USA ein Städtchen namens Berne. Sie sind Zeugen einer grossen Auswanderungswelle aus der Schweiz im 19. Jahrhundert, die zur Gründung von «Schweizer Orten» auf der ganzen Welt geführt hat.

Noch vor 150 Jahren war die Schweiz ein «Entwicklungsland». Viele haben sich damals aufgemacht, um in der Fremde ein Stück eigenes Land, Reichtum und Religionsfreiheit zu finden. Einige Auswanderer haben Siedlungen gegründet und diesen Namen der alten Heimat gegeben.

Dabei prallen fast wortwörtlich Welten aufeinander: In Argentinien gibt es ein Villa Lugano und ein Berna, in Algerien ein St. Maurice, in Irland ein New Geneva und in Brasilien ein Helvetia. Oft sind es jedoch nur noch die Namen, die an die Schweiz erinnern.

Einen der intensivsten Kontakte pflegen heute noch Fribourg und Nova Friburgo in Brasilien. Vergangenes Jahr feierten sie gemeinsam in der Schweiz und in Brasilien das zweihundertjährige BestehenExterner Link der Stadt.

  • Die freie Journalistin und Autorin Petra Koci publizierte vor ein paar Jahren den «Weltatlas der Schweizer Orte«
  • Interessieren Sie sich für mehr Hintergrund-Informationen? Auf unserer Webseite stellen wir Ihnen ein paar Orte ausführlicher vor: «Die Schweiz anderswo
  • Kennen Sie weitere solche Orte oder leben sie gar selber in einer solchen Gemeinde? Melden Sie sich!


sda-ats

«Noch nie haben Frauen so viele hohe Führungspositionen in der Schweizer Wirtschaft übernommen wie in den letzten 18 Monaten.» Dies verkündet heute das Schweizer Wirtschaftsmagazin «Bilanz.

Das sind Good News! Denn die Forderung aus Frauenkreisen, dass ihr Anteil in den Chefetagen der Firmen deutlich ansteigen muss – sogar mit Quoten –, ist in der Schweiz seit Jahren ungehört verhallt.

Grosse Verantwortung punkto Strategie und Ergebnis: Unternehmen wie Logitech, Migros, UBS und Credit Suisse, UPC, Swiss Re und weitere machten Nägel mit Köpfen und besetzten wichtige Managementposten mit Frauen. So ist Ursula Nold (Bild) die neue Präsidentin des Detailhandelsriesen Migros.

Aber der Weg ist noch weit: Erst in 49% aller Schweizer Unternehmensleitungen sitzt auch eine Frau. Trotzdem: Für die Kolleginnen und Kollegen von der Bilanz steht fest, dass der Trend zu mehr Frauenpower in den Chefetagen weitergehen wird.

sda-ats

Schweizer Banken und ihre zweifelhaften Dienste für vermögende Auslandkunden: In dieser Endlos-Geschichte hat das Bundesgericht heute einen wegweisenden Entscheid gefällt.

Die UBS muss Kundendaten an Frankreich aushändigen. Damit hat das Bundesgericht einen Streit zwischen der Grossbank und der schweizerischen Steuerbehörde entschieden.

Es geht um 45’000 Kunden aus Frankreich. Sie haben mit Hilfe der UBS ihre Vermögen am französischen Fiskus vorbeigeschleust.

Das grosse Aber: Ein Blankocheck für Nachbar Frankreich ist das Urteil des höchsten Gerichts nicht. Denn es ist mit der Forderung verknüpft, dass die französische Staatsanwaltschaft die Daten im laufenden Geldwäschereiverfahren gegen die UBS nicht verwenden darf.


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