Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Die Schweiz ist pandemiemässig alles andere als über den Berg. Das sagt "Virenjägerin" Emma Hodcroft von der Uni Bern. Gründe sind die tiefe Impfrate und der kommende Winter.
Beste Grüsse aus Bern
Für die Schweiz stehe mehr auf dem Spiel als für den Rest Europas, da hier das Risiko einer neuen, starken Corona-Welle viel höher sei, sagt Emma Hodcroft.
Die britische Epidemiologin, die an der Universität Bern forscht, zeigt sich vor allem über etwas konsterniert und frustriert: die tiefe Impfrate in der Schweiz von weniger als 60%. Die Messlatte für mehr Sicherheit legt sie auf 80% Geimpfte.
Genau dies mache den Unterschied zu Ländern wie England, Norwegen und Dänemark, wo 75% die beiden Pieks haben.
Die weltweit Milliarden von Geimpften würden zeigen, dass der Impfstoff «unglaublich effektiv und unglaublich sicher» sei. «Es fällt mir schwer zu akzeptieren, dass die Leute der Wissenschaft trotzdem misstrauen.»
Wird es kühler, fürchtet sie vor allem um die Gruppen der Ü65.
- «In der Schweiz steht viel mehr auf dem Spiel als im Rest Europas»Externer Link – Virenjägerin Emma Hodcroft im «Blick» zum Corona-Herbst.
- Berset bläst zur grossen ImpfoffensiveExterner Link: Ebenfalls der Blick zu den neuen Anreizen wie Prämien, Impfwochen.
- Panne bei der Ausstellung von Covid-Zertifikaten am FreitagExterner Link – Bericht von SRF News.
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Es findet bereits zum 17. Mal statt, und auch diesmal mit viel Glamour. Doch unser Filmjournalist fragt: Wohin will eigentlich das Zurich Film Festival?
Premium-Stars und Premium-Sponsoren: Das Zürcher Filmfestival hat seit Beginn einen klaren Premium-Anspruch.
Zwar anerkennt Filmjournalist Alan Mattli das grosse Engagement der Macher:innen für den Film ebenso wie für das Kinoerlebnis.
«Doch das Engagement für die Kunstform des Kinos allein reicht nicht aus, um einem Festival eine Identität zu verleihen», so Mattli im swissinfo.ch-Beitrag.
Die kleineren Festivals in Solothurn, Nyon und Baden hätten zwar weniger Publikum, aber mehr Profil. Zürich dagegen lebe von seiner «Starpower».
- Wachstumsprobleme: Das Zurich Film Festival wird 17Externer Link – der Beitrag von Alan Mattli für swissinfo.ch.
- «Je suis Karl»: So subtil wie eine PaketbombeExterner Link – Filmbericht von SRF News.
- «Sexismus am ZFF? Männer dürfen nur in Begleitung einer Frau zur Abschlussparty»Externer Link – Bericht von 20minuten.
Die Beiträge von swissinfo.ch-Journalist:innen werden weltweit gelesen und diskutiert. Genau so muss es sein!
Kollege Philipp Meier hat eine Compilation mit den acht swissinfo.ch-Artikeln gemacht, die im September international für Furore gesorgt haben. Sie zeigen, wie swissinfo.ch funktioniert und wie wir uns von anderen Medien unterscheiden.
Viele unserer Artikel werden in mehrere oder gar alle neun anderen Sprachen übersetzt. Die Reaktionen unserer Leser- und User:innen-Community ergeben eine Art globale Landkarte, auf der sich ablesen lässt, wo ein Thema besonders virulent ist.
Beispielsweise Sterbehilfe: Die liberale Praxis der Schweiz stösst unter anderem in Japan auf grosses Interesse. Wie weit dieses gehen kann, beschreibt meine Kollegin Kaoru Ueda in ihrer ergreifenden Reportage von einer Reise mit Yoshi.
Die Highlights können Sie hier entdecken: Von Heiraten bis Sterben: Diese 8 Schweizer Themen bewegen die Welt.
Die Fliegerin tritt ab: Kunstturnerin Giulia Steingruber hat nach über zehn Jahren an der Weltspitze ihren Rücktritt erklärt.
Unglaubliche 18 Medaillen gewann die Ostschweizerin an internationalen Wettbewerben. Darunter eine an Olympia, eine an einer WM sowie zehn an Europameisterschaften.
Ihre Paradedisziplin, ja ihr eigentliches Markenzeichen, war der Sprung. Es war ihr vergönnt, im Sommer ihre so glanzvolle Karriere in Tokio mit einer zweiten Olympiamedaille zu krönen.
Den «Ruhestand» hat die 27-Jährige wohl verdient. Nicht nur vom unglaublichen Niveau ihrer konstanten Leistungen her, sondern auch aufgrund des Skandals rund um das Nationalkader der Schweizer Kunstturner:innen, enthüllt in den so genannten Magglingen Papers: Trainer:innen hatten Athletinnen während Jahren psychisch schwer misshandelt. Auch der Kopf ihres Trainers rollte. Sie sei nie schlecht behandelt worden, sagte sie.
- Die beste Turnerin kann nicht mehrExterner Link – Würdigung im Tages-Anzeiger (Paywall)
- «Sicher geht es im Turnen ohne Drill»Externer Link – Interview mit Steingruber vom April 2021.
- Cologna und Steingruber sind Sportler des Jahres 2013Externer Link – Schweizer Illustrierte.
In zwei Jahren wählt die Schweiz ihr neues Parlament. Wie würden Sie wählen?
Gut, es dauert noch zwei Jahre. Aber wir wollen es dennoch wissen: Wenn heute die Parlamentswahlen wären, wie würden Sie wählen? Die Grünen machten die letzten Wahlen 2019 mit ihren historischen Sitzgewinnen zur «Klimawahl».
Die SRG spannt mit dem Institut Sotomo für die erste grosse Umfrage zusammen. Ihre Meinung interessiert uns!
- Hier geht es zur Umfrage.
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