Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Freuen Sie sich über Briefpost? Abgesehen von einigen Ansichtskarten könnte ich meistens darauf verzichten. Damit bin ich nicht alleine: Die Schweizerische Post muss sich Gedanken über ihre Zukunft machen.
Beste Grüsse aus dem Homeoffice.
Wie soll es mit der Post weitergehen? Während eine Expert:innenkomission des Bundes darüber nachdenkt, zeigt ein Blick ins nahe Ausland mögliche Optionen.
Als Kind fand ich es immer aufregend, wenn ein Brief an mich adressiert war. Heute ist das anders: Meistens warten in den Couverts Rechnungen oder Werbung.
Geliefert werden diese Briefe seit jeher von der Post. Sie hat ein Monopol auf Briefe bis 50 Gramm – damit steht sie in Europa auf einsamem Posten. Doch die Nachfrage sinkt seit Jahren. Das stellt die Post vor Schwierigkeiten: Sie muss die Grundversorgung sicherstellen und gleichzeitig ohne Subventionen rentieren.
Auch in Schweden ging der Briefverkehr infolge der Digitalisierung drastisch zurück. Seit diesem Herbst wird die Briefpost nur noch jeden zweiten Tag ausgeliefert. Eine Möglichkeit für die Schweiz? Ich hätte einen besseren Vorschlag: Ich wäre bereit, auf die Hälfte der Rechnungen in meinem Briefkasten verzichten, um die Post zu entlasten.
- Die Neue Zürcher Zeitung schaut hierExterner Link neben Schweden auch nach Deutschland und Frankreich. (Paywall)
- Die Schweizerische Post wurde 2021 zum fünften Mal in Folge zur besten Post der Welt gekürt.
- Für Auslandschweizer:innen wird verspätete Abstimmungs-Post regelmässig zum Ärgernis. Mit meinem Kollegen Balz Rigendinger habe ich hier einen Lösungsvorschlag erarbeitet.
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Roboter übernehmen Zürich. Das ist nicht der Plot des neuen Matrix-Filmes, sondern Realität.
Lio arbeitet seit Oktober in den Zürcher Alterszentren Gehrenholz und Sydefädeli. Er soll das Personal bei einfachen Aufgaben entlasten und die Bewohner:innen unterhalten. Lio ist kein normaler Praktikant: Er ist ein Roboter.
Im Spital, bei der Feuerwehr, an der Bar: An den verschiedensten Orten sind mittlerweile Roboter im Einsatz. Was klingt wie Science-Fiction, breitete sich im vergangenen Jahr in Zürich unauffällig aus.
Weshalb gerade in Zürich? Das hat mit dem Robotikinstitut der ETH zu tun. Die dort entwickelten Maschinen sorgen weltweit für Aufsehen, zahlreiche Start-ups sind daraus entstanden.
- Eine Reihe weiterer Zürcher Roboter sind im Tages-AnzeigerExterner Link zu bestaunen. (Paywall)
- Wie mein Kollege Marc-André Miserez hier berichte, liessen sich Schweizer Forschende von Elefantenrüssel inspirieren, um innovative Roboter bauen zu können.
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Nach dem politischen Jahresblick gestern geht es heute um die Frage: Was kommt 2022 auf die Schweizer Wirtschaft zu?
Auch wenn die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus die Erwartungen etwas nach unten korrigiert, rechnet die Schweiz 2022 mit einem überdurchschnittlich grossen wirtschaftlichen Wachstum.
Wer Arbeit sucht, hat momentan gute Aussichten – vorausgesetzt, man ist in einer der nachgefragten Branchen zuhause: IT, Architektur, die Chemie- und Pharmaindustrie suchen dringend nach qualifizierten Arbeitskräften. Auch im Gesundheitswesen mangelt es an Fachkräften.
Während die Schweizer Pharmaindustrie zunehmend unter Konkurrenzdruck kommt, hat die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie dank hoher Nachfrage wieder volle Auftragsbücher.
- Den kompletten wirtschaftlichen Jahresausblick unserer Wirtschaftsexpert:innen können Sie hier lesen.
- Falls Sie den politischen Jahresausblick verpasst haben, können Sie das hier nachholen.
- Und wenn Sie lieber das alte Jahr Revue passieren lassen wollen, hat mein Kollege Thomas Stephens 2021 in Zahlen zusammengefasst.
«Fohrler live – Jugend ohne Gewalt»: eine Fernsehsendung mit Kultstatus wird zwanzig Jahre alt.
«Das isch die gröschti Afiggerei, da wird man grad nervös» oder «Meinsch, bisch krass, will du Bändeli annhäsch?» war während meiner Schulzeit auf dem Pausenplatz ständig zu hören – ironisch, versteht sich.
Diese und viele weitere Zitate, die in die Schweizer Popkultur eingegangen sind, stammen aus einer Talkshow des Privatsenders TV 3 aus dem Jahr 2001. Den Sender gibt es schon lange nicht mehr, doch dank Youtube hat die 45-minütige Sendung zum Thema «Jugend ohne Gewalt – ich schlage zu!» überlebt.
Sogar in meinem Zivildienstkurs zur Gewaltfreien Kommunikation haben wir die Sendung analysiert. Heute können Jugendliche, die vor 20 Jahren noch gar nicht auf der Welt waren, die Sprüche der genüsslich provozierenden Halbstarken zitieren.
- Wenn Sie sich jetzt berechtigterweise fragen, was an dieser Sendung so aussergewöhnlich war, versucht die NZZExterner Link für Sie, diese Frage zu beantworten. (Paywall)
- Wenn Sie bereit sind für eine Zeitreise in die frühen Nullerjahre und sich gleich selbst ein Bild machen wollen, geht es hierExterner Link zur ganzen Sendung auf Youtube (ganz authentisch in schrecklicher Auflösung).
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