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Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

"Genau 23 Monate nach der Ausrufung der ausserordentlichen Lage, es war der 16. März 2020, hat der Bundesrat beschlossen, die meisten Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie zurückzuziehen", verkündete Bundesrat Ignazio Cassis heute.

Beste Grüsse aus dem Homeoffice

Bundesrat Cassis während der Medienkonferenz
Keystone / Anthony Anex

Schluss mit Einschränkungen: Ab Donnerstag gelten praktisch keine Massnahmen zur Pandemiebekämpfung mehr.

Zertifikatspflicht, Homeoffice-Empfehlung oder Einreisebeschränkungen gehören ab morgen der Geschichte an. Nur zwei Massnahmen bleiben bis Ende März: Die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr und in Gesundheitseinrichtungen sowie die fünftägige Isolation für positiv getestete Personen.

«Wir gewinnen ein Stück Freiheit zurück – aber es gibt keine Freiheit ohne Verantwortung», sagte Bundespräsident Ignazio Cassis vor den Medien. Wer weiterhin eine Maske tragen wolle, dem solle man mit dem nötigen Respekt begegnen.

Die Entwicklung sei positiv und dürfte sich mit dem bevorstehenden Frühling nochmals verbessern. Doch gebe es immer noch Personen, die geschützt werden müssen, auf diese solle man Rücksicht nehmen. «Mit dem Wegfall der staatlichen Massnahmen müssen wir als Gesellschaft ein neues Gleichgewicht suchen.»

Weinendes Mädchen
Keystone / Nicolas Armer

Beinahe zwei Drittel der Schweizer Jugendlichen geben an, in ihrer Erziehung elterliche Gewalt erlebt zu haben. In der Politik tut man sich derweil schwer mit strengeren Gesetzen.

Auch wenn sich die Mentalität in den letzten Jahren geändert hat: 25 Prozent der Mütter und 40 Prozent der Väter schätzen einen kräftigen Klaps auf den Hintern eines vierjährigen Kindes nicht als Gewalt ein.

Im Unterschied zu anderen Ländern fehlt in der Schweiz ein lückenloses Verbot von Gewaltanwendungen in der Erziehung bis heute. Selbst Tiere seien rechtlich besser geschützt, sagen Kritiker:innen.

Morgen entscheidet die Rechtskommission des Ständerats über einen Vorstoss, der strengere Regeln verlangt. Obwohl das «Kindeswohl» häufig gut als Totschlagargument funktioniert, bleibt die Forderung höchst umstritten.

Asylsuchende in einer Aufnahmestelle
© Keystone / Gian Ehrenzeller

Die Anzahl der Asylgesuche stieg letztes Jahr wieder auf das Niveau von vor der Pandemie. Die meisten kommen derzeit aus Afghanistan.

Laut den neuesten Zahlen des Staatssekretariats für Migration (SEM) stieg die Zahl der Asylgesuche 2021 um etwa 35 Prozent auf rund 15’000 an – etwa gleich viele wie 2019.

Die meisten Asylgesuche stellten Menschen aus Afghanistan. Sie hätten gute Chancen, in der Schweiz bleiben zu können, erklärt Migrationsexperte Roman Schuler gegenüber SRF News. «Die meisten von ihnen werden aber nicht als Flüchtlinge anerkannt«, stattdessen würden sie vorläufig aufgenommen.

Die Gründe für die Flucht aus Afghanistan, wo seit einigen Monaten die Taliban an der Macht sind, seien vielfältig: «Das geht von jungen Männern, die ins Visier der Taliban geraten sind, weil sie westliche Musik gespielt haben, über Frauen, die wegen ihrem Geschlecht verfolgt wurden bis hin zu jenen Personen, die für die ausländischen Truppen oder die Regierung gearbeitet hatten

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Marc-André Miserez

Welche Hilfe kann und sollte die Schweiz Ihrer Meinung nach den Afghaninnen und Afghanen leisten?

Welche Hilfe soll die Schweiz Afghaninnen und Afghanen zukommen lassen, denen die Flucht aus dem islamischen Emirat gelungen ist?

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Bahnhofhalle Bern
© Keystone / Alessandro Della Valle

Verspätung am Bahnhof Bern: Der zweitgrösste Bahnhof der Schweiz wird erst zwei Jahre später fertiggestellt – und kostet auch noch 131 Millionen Franken mehr.

Die Berner:innen haben den Ruf, nicht die Schnellsten zu sein. Mit dem Bauprojekt am Bahnhof Bern setzen sie diesem Klischee nicht viel entgegen. 2027 hätte ein neuer Tiefbahnhof mit Zufahrtstunnel fertig sein sollen. Neu rechnet man mit 2029.

«Anspruchsvolle geologische Verhältnisse und hydrologische Schwierigkeiten, Altlasten, die Corona-Pandemie und fehlende Möglichkeiten zur Beschleunigung» sind laut Projektverantwortlichen die Gründe für die Verzögerung.

«Die Verspätung tut uns sehr weh«, sagt der Gesamtprojektleiter. Schmerzen dürfte die Verzögerung vor allem Bund, Kanton und Stadt Bern – sprich die Steuerzahler:innen – welche die voraussichtlich zusätzlichen 131 Millionen Franken berappen dürfen. Und natürlich alle Pender:innen, die bald wohl wieder häufiger unterwegs sein dürften.

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