Heute in der Schweiz
Liebe Schweizer:innen im Ausland
Und? Sind Sie bereit für die Feiertage? So viele Menschen haben mir diese Woche geschildert, wie sie in genau jenen Vorweihnachtsstress geraten sind, den sie dieses Jahr für einmal vermeiden wollten. Manche von ihnen geben nicht mal besonders viel auf Weihnachten. Ihnen allen sagte ich: Haltet euch an die nächste Woche.
Die Woche "zwischen den Jahren", die Tage zwischen Weihnachten und Silvester, fühlen sich für mich immer wunderbar schwerelos an. Egal, ob man arbeitet oder nicht: Es ist ein Aufatmen im Stakkato der Nachrichten und Neuigkeiten.
Feiern Sie schön, wenn Sie feiern – aber lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen.
Herzlich
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Kein Jahr war so warm wie dieses. 2022 erlebte die Schweiz das wärmste Jahr der Messgeschichte.
In Zürich kann man morgen beinahe im T-Shirt ans Familienfest. Laut der NZZ werde mit bis zu 10 Grad gerechnet. Dies ist keine Anomalie, sondern passt in das Jahresklima: 7,4 Grad warm war es im Schnitt – noch nie war dieser Wert über 7 Grad. Es ist das wärmste Jahr seit 1864, wie die NZZ mit Verweis auf Zahlen des Bundes aufgliedert.
Der wärmste Mai aller Zeiten, der viertmildeste Frühling aller Zeiten, der drittmildeste Herbst aller Zeiten und der zweitheisseste Sommer sorgen zusammen für diesen Rekord. Die sieben wärmsten Jahre wurden alle nach 2010 gemessen.
Gleichzeitig schafft es 2022 in die Top Ten der trockensten Jahre. «Der Klimawandel ist real und wir wissen was passiert», heisst es auf der Webseite des Bundesamts für Meteorologie auch losgelöst von diesem Jahr.
- Den Artikel der NZZ lesen Sie hierExterner Link.
- Hier finden Sie ausführliche Informationen zum Klimawandel beim Bundesamt für MeteorologieExterner Link.
«Frontaliers» aus Frankreich dürfen im Homeoffice arbeiten, Grenzgänger:innen aus Italien nicht.
Frankreich und die Schweiz haben eine Einigung erzielt in der Frage, ob Menschen, die in Frankreich wohnen und in der Schweiz arbeiten – sogenannte «Frontaliers» – auch über die Pandemie hinaus im Homeoffice arbeiten dürfen. Allerdings maximal 40% einer Vollzeitstelle. Eine gute Nachricht nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für Kantone wie Genf und Basel-Stadt, wo besonders viele «Frontaliers» arbeiten.
Anders Grenzgänger:innen aus anderen Ländern: Wer in Italien lebt und in der Schweiz arbeitet, darf das ab Februar nur noch vom Schweizer Büroplatz aus. Mit Deutschland wird noch verhandelt – bis Juni 2023 läuft aber eine Übergangsregelung. Die Einigung mit Frankreich folgt auf zwei Jahre Verhandlungen.
- Lesen Sie den SRF-Bericht zum Thema direkt bei uns.
- Den Beitrag von RTS (Französisch) finden Sie hierExterner Link.
«Wo sind wir eigentlich?» Bericht zu Lebensmittelpreisen bleibt unter Verschluss.
Der Schweizer Preisüberwacher Stefan Meierhans hat in diesem Amt die Aufgabe, die Einhaltung des Preisüberwachungsgesetzes zu kontrollieren. Doch nun bleibt sein neuster Bericht zu den Lebensmittelpreisen «aufgrund von rechtlichen Abklärungen», wie SRF berichtet, unveröffentlicht.
Dies nachdem gemäss «Insidern», mit denen SRF im Kontakt stand, die Migros Druck ausgeübt habe. Konsumentenschützerin Sara Stalder rechnet mit «hochbrisanten Informationen» im Bericht. Stefan Flückiger vom Schweizer Tierschutz fragt rhetorisch: «Wo sind wir eigentlich?» Gemäss vom Schweizer Tierschutz zusammengetragenen Zahlen hat die Migros zusammen mit Coop bei einzelnen tierischen Produkten, etwa Bio-Kalbfleisch, einen Marktanteil von über 90%. Stalder sagt gegenüber SRF, der Preisüberwacher dürfe nun nicht lockerlassen.
- Die Recherche von SRF zum Bericht, der unter Verschluss bleibt, lesen Sie hierExterner Link.
- Warum sind das Leben und der Konsum in der Schweiz überhaupt so teuer? Lesen Sie den Swissinfo-Explainer von 2021.
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Das Schweizer Gesundheitssystem am Limit: 10’000 Patient:innen stehen vor einem Therapieabbruch und im Kanton Zürich sind die Kinderspitäler überlastet.
Um die 1500 Psychotherapeut:innen werden Ende Jahr ihren Job verlieren, weil sie ihre Ausbildung noch nicht abgeschlossen haben. Bisher zahlten die Krankenkassen für deren Leistungen, künftig fehle aber dafür die rechtliche Grundlage, teilt ein Krankenkassenverband gegenüber RTS mit. Dies führt dazu, dass die Psychotherapie von um die 10’000 Menschen unterbrochen wird. Das geschieht in einer Situation, wo Therapieplätze rar sind.
Parallel dazu spricht der Kanton Zürich vier Millionen Franken, um die Notfallstationen von Kinderkliniken zu entlasten. Angesichts von höheren Patient:innenzahlen und des eigentlich bekannten Fachkräftemangels hat sich die Situation zugespitzt. Immer wieder müssen kleine Patient:innen lange warten oder in andere Kantone verlegt werden.
- Den Beitrag von Radio RTS (Französisch) hören Sie hierExterner Link.
- Den Artikel der NZZ (Paywall) können Sie hierExterner Link lesen.
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