Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Wussten Sie, dass Sie finanzielle Hilfe von einer Genossenschaft beantragen können, falls Sie in Not geraten sollten? Für solche Fälle springt Soliswiss in die Bresche.
Herzliche Grüsse aus Bern
Finanzielle Hilfe für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer vor, während oder nach der Auswanderung.
Auswandern ist nicht leicht. Die vielen Hürden können Auswanderungswilligen schon hierzulande Sorgenfalten auf die Stirn zeichnen. Und erst recht schwierig wird es, wenn man sich im Gastland niederlässt.
Dabei wäre es relativ einfach, Hilfe zu erhalten. Laut meiner Kollegin Melanie Eichenberger ist aber nur wenigen Schweizerinnen und Schweizern im Ausland bekannt, dass es eine Genossenschaft gibt, die sich um ihre Anliegen kümmert.
Seit ihrer Gründung 1958 – also vor genau 65 Jahren – hat Soliswiss, so heisst diese Genossenschaft, bereits mehr als 9,5 Millionen Franken an Pauschalentschädigungen ausbezahlt. So auch an Roger Gava, der sagt: «Soliswiss war die beste Entscheidung meines Lebens.»
- Lesen Sie hier den Artikel von Melanie über Soliswiss.
- Mehr über Genossenschaften in der Schweiz lesen Sie in unserem Fokus «Die Schweiz: Eine Genossenschaft».
- Hier geht es direkt zur Website von SoliswissExterner Link.
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Opfer von Menschenhandel sollen besser geschützt werden.
Wer Opfer von Menschenhandel im Ausland wurde und keinen Schweizer Wohnsitz hat, ist von den Leistungen der Opferhilfe ausgeschlossen. So will es das Gesetz. Der Europarat kritisiert diese Haltung der Schweiz schon seit geraumer Zeit.
Nun scheint etwas in Bewegung in die Sache zu kommen. Gegenwärtig wird die parlamentarische Initiative «Opfer mit Tatort Ausland unterstützen» in der Rechtskommission des Nationalrats beraten.
Von Menschenhandel und sexualisierter Gewalt im Ausland Betroffene könnten so die gleiche Hilfe erhalten, wie Menschen, die in der Schweiz ausgebeutet wurden, wie mein Kollege Giannis Mavris schreibt. Zusätzlich hat der Bundesrat im Dezember einen Aktionsplan mit ähnlicher Stossrichtung gutgeheissen.
- Der Artikel von Giannis über den besseren Schutz von Opfern von Menschenhandel.
- Der Aktionsplan des BundesratsExterner Link.
- Aus unserem Archiv: «Ein Ort für Männer in Not» – Spannende Reportage aus einem der beiden Männerhäuser in der Schweiz.
Es brodelt in den Schweizer Bergen. Mädchen wollen bei Bräuchen mittun.
Heute liefen sie erstmals gemeinsam: Buben und Mädchen vertrieben im Engadiner Bergdorf Zuoz lautstark den Winter – allerdings durften nur die Buben Kuhglocken tragen. Der Brauch heisst Chalandamarz. Viele kennen ihn durch das Bilderbuch «Schellen-Ursli».
Dem heutigen Umzug war ein langer Streit vorausgegangen, wie mein Kollege Marc Leutenegger berichtet: Bisher war der Umzug nur den Buben erlaubt. Der Gemeindepräsident wollte die Mädchen des Dorfs gleichberechtigt mitlaufen lassen. Doch an der Gemeindeversammlung wurde er für seinen Vorschlag gerüffelt.
Im Dorf hiess es, der Gleichberechtigungsdruck sei von Unterländer Müttern in die Dörfer getragen worden. Nun hat der Gemeinderat «aus dem Dilemma einen schweizerischen wie unschweizerischen Weg gewählt», schreibt Marc: Der Kompromiss sei ohne den Segen der Gemeindeversammlung durchgesetzt worden – «unüblich in der direktdemokratisch organisierten Schweiz».
- Die Reportage aus Zuoz von Marc Leutenegger.
- Video: Südostschweiz – «Historischer Chalandamarz in Zuoz»Externer Link.
- Was genau steckt hinter dem Brauch «Chalandamarz»?Externer Link – Graubünden Ferien.
Es brodelt auch im Aargau: Knatsch um eine Liegenschaft, die zur Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert werden soll.
Wohnungskündigungen für eine Asylunterkunft: Am Montag wurde bekannt, dass im aargauischen Windisch 49 Mieterinnen und Mieter ihre Wohnungen verlassen müssen. Der Kanton will dort vorübergehend Flüchtlinge unterbringen.
«Der Fall wirft aktuell hohe Wellen und wird in Politik und sozialen Medien sehr emotional diskutiert», schreibt SRF News heute. «In Politik und Bevölkerung ist das Unverständnis und die Empörung gross.»
Auch der Tages-Anzeiger rollt heute den Fall nochmals auf und fragt: «Was ist da los?» Denn in der ganzen Schweiz würden Kantone und Gemeinden gegenwärtig über 7300 freie Unterbringungsplätze melden. Und für die Neue Zürcher Zeitung werden Mietende und Flüchtlinge gegeneinander ausgespielt.
- Der Artikel von SRF NewsExterner Link.
- Der Artikel in der Neuen Zürcher ZeitungExterner Link (Paywall).
- Der Artikel im Tages-AnzeigerExterner Link (Paywall).
Der Wiederaufbau der Ukraine beginnt jetzt – in der Schweiz.
Noch immer läuft der russische Angriffskrieg in der Ukraine mit unvermittelter Härte. Doch die Berner Fachhochschule in Biel hat kürzlich einen neuartigen Weg eingeschlagen: Sie bietet einen Studiengang an, der sich an ukrainische Geflüchtete in der Schweiz richtet und sie für den Wiederaufbau ihrer Heimat schulen soll, wie Céline Stegmüller und Giannis Mavris berichten.
Und zwar soll der Studiengang nicht von oben herab geführt werden: «Die Projekte kommen von ihnen – wir geben ihnen die Methoden mit», sagt der Studienleiter. 90% der Teilnehmenden am Kurs sind Frauen. Die meisten verfügen über einen relevanten beruflichen Hintergrund, einige sind Quereinsteigerinnen.
Und wie können Geflüchtete die Studienkosten von 6500 Franken stemmen? Müssen sie nicht: Unternehmen, Stiftungen und Private übernehmen jeweils eine Patenschaft und bezahlen die Gebühren.
- Der Artikel und das Video von Céline und Giannis aus Biel.
- Die Schweiz sieht sich nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine mit bisher undenkbaren Forderungen konfrontiert. Doch wie realistisch ist ein Wandel?
- Berner Fachhochschule: CAS Wiederaufbau UkraineExterner Link.
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