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US-Präsident Obama räumt Versäumnisse bei Terrorabwehr ein

(Keystone-SDA) Washington – US-Präsident Barack Obama hat im Zusammenhang mit dem vereitelten Flugzeug-Anschlag vor Detroit «potenziell katastrophale» Sicherheitsmängel eingeräumt. Die Sicherheitsbehörden hätten klare Warnungen übersehen.
Der Attentäter hätte angesichts der vorliegenden Informationen kein US-Flugzeug betreten dürfen, kritisierte Obama am Dienstag in einer Audio-Botschaft von seinem Urlaubsort in Hawaii. Andernfalls hätte der Anschlagsversuch vom Freitag verhindert werden können.
Gemäss einem Bericht des US-Senders CNN hatte der Vater des späteren Flugzeug-Attentäters mit einem CIA-Mitarbeiter in Nigeria über die Radikalisierung seines Sohnes gesprochen.
«Ein systemisches Versagen ist aufgetreten und ich betrachte das als vollkommen inakzeptabel», sagte Obama in seiner zweiten persönlichen Stellungnahme zu dem Anschlagsversuch.
Es handle sich um eine «Mischung aus menschlichen Fehlern und Systemfehlern», aus denen die Behörden rasch lernen müssten. Die Verantwortlichen müssten auf allen Ebenen zur Rechenschaft gezogen werden. Das Weisse Haus erwarte bis Donnerstag einen ersten Bericht der Behörden, sagte Obama.
Bereits unmittelbar nach dem vereitelten Attentat am ersten Weihnachtstag hatte Obama strengere Sicherheitsmassnahmen angeordnet.
Zugleich mehren sich Hinweise, dass das Attentat von langer Hand im Jemen unter Beteiligung ehemaliger Guantánamo-Häftlinge geplant wurde. Zwei von vermutlich vier Drahtziehern sollen Ex-Häftlinge aus dem US-Gefangenenlager auf Kuba sein, wie der Fernsehsender ABC unter Berufung auf Regierungsbeamte und Dokumente des Pentagons berichtete.
Die aus Saudi-Arabien stammenden Ex-Guntánamo-Häftlinge Nummer 333, Muhamad Attik al-Harbi, und Nummer 372, Said Ali Shari, seien Anfang November 2007 in ihr Heimatland überstellt worden, berichtete ABC. Beide hätten später Führungsrollen im Terrornetz Al-Kaida im Jemen übernommen.
Zugleich verstärkt sich in den USA der Widerstand gegen Obamas Pläne zur Schliessung des Guantánanmo-Lagers auf Kuba. Die Einwände kommen aus dem Lager der Demokraten und Republikaner. Nach den Plänen Obamas sollen Dutzende Guantánamo-Häftlinge aus Jemen in ihre Heimat zurückgeschickt werden. Dies sei angesichts der Erfahrungen unverantwortlich, meinen Kritiker.
Bereits zuvor hatte eine Al-Kaida-Regionalorganisation aus dem Jemen die Verantwortung für das Attentat übernommen und mit neuen Terrorakten gedroht. «Ihr werdet bekommen, was ihr fürchtet», heisst es in einer Internet-Botschaft der Organisation namens «Al Kaida auf der arabischen Halbinsel».

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