Vermisste Schweizerin in Nepal lebend aufgefunden
In Folge der Sturzflut im Gebiet zwischen Nepal und China hat die Tourismusbehörde in Nepal auch eine vermisste Person aus der Schweiz gemeldet. Diese Person konnte offenbar lebend aufgefunden werden, wie aus einer aktuellen Mitteilung hervorgeht.
(Keystone-SDA) Über die gerettete Schweizerin hatte zunächst «20min.ch» berichtet. Unter den geretteten und aufgefundenen Ausländerinnen und Ausländern befinden sich auch 30 weitere Staatsangehörige aus Indien, Italien, Bulgarien, den USA, Südkorea, Russland sowie solche mit noch unbekannter Nationalität.
667 Menschen werden nach wie vor vermisst. Die meisten von ihnen sind indischer oder nepalesischer Staatsangehörigkeit.
Dem Schweizerischen Aussendepartement (EDA) lagen zuvor keine Informationen über Schweizer Verletzte oder Verstorbene vor. Entsprechende Abklärungen seien im Gange.
Aktuell hätten sich rund 20 reisende Personen bei Travel Admin registriert. Im Auslandschweizerregister seien rund 120 Personen angemeldet. Schweizer Staatsangehörige vor Ort seien gehalten, die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen.
Am Mittwoch hatten gewaltige Schlamm- und Gesteinsmassen in der Gebirgsregion zwischen Nepal und dem Südwesten Tibets entlang des Flusses Bhotekoshi bis nach Zentralnepal hinein eine Schneise der Verwüstung geschlagen.
Was die Flutwelle auslöste, werde noch untersucht. Die nepalesische Katastrophenschutzbehörde vermutete jedoch nach ersten Analysen von Satellitenbildern, dass eine Gletscherlawine zunächst einen Zufluss des Bhotekoshi blockiert haben könnte, der im Hochland von Tibet entspringt, wie die «Kathmandu Post» berichtete. Dadurch habe sich ein vorübergehender See gebildet, der anschliessend über die Ufer getreten sei. Eine Flutwelle aus Wasser, Eis und Geröll sei dann flussabwärts in den Himalaya-Staat vorgerückt.