Winterthur sucht neuen Trainer

Winterthur hat den Zweijahres-Vertrag mit Trainer Martin Rueda ausser Kraft gesetzt, weil Rueda auf Grund seines mässigen Abschneidens bei der A-Diplomtrainer-Arbeit nicht auf Anhieb das Instruktoren-Trainerdiplom erwerben kann.

Dieser Inhalt wurde am 05. Januar 2001 - 22:24 publiziert

Rueda will «wegen Rufschädigung» rechtliche Schritte gegen den Traditionsklub aus der sechstgrössten Schweizer Stadt einleiten. «Die Diplom-Sache ist ein Vorwand für eine Trennung. Entsprechende Einmischung in meinen Kompetenzbereich waren bereits seit Monaten erfolgt», sagt Rueda, der diesen Herbst de facto das A-Diplom (gültig für Vereine bis und mit 1. Liga) bestanden hatte.

Der FC Winterthur muss laut Klubpräsident Fredy Fehr für eine provisorische NLB-Trainer-Bewilligung von Martin Rueda innert 30 Tagen 12'000 Franken plus Spruchgebühren an die Nationalliga entrichten. Da Martin Rueda das Instruktoren-Diplom frühestens im Jahr 2002 erwerben und somit Ende 2000/2001 nicht im Besitze desselben sein kann, ist diese Summe verloren. «Bei einem Nationalliga-A-Aufstieg würden nochmals 12'000 Franken hinzukommen», erklärt Fehr.

Winterthur unterbreitete Rueda zwar den Vorschlag, weiter in der Verantwortung zu bleiben, «doch die daran geknüpften Bedingungen, nicht nur finanzieller Art, sind für mich nicht akzeptabel», urteilt Rueda. Laut Fehr soll bis zum Trainingsbeginn am Montag die Entscheidung fallen, ob Rueda Trainer bleibt. «Doch dafür erwarte ich von ihm auch Kompromiss-Bereitschaft», betont Fehr. Sportchef Bruno Huber beziffert die Chancen auf eine weitere Zusammenarbeit als gering. «Tatsache ist, dass Rueda bislang nur das Minimalziel erreichte und zu wenig mit jungen Spielern arbeitete.»

Für den nach Baden gezogenen Luca Balduzzi wurde unterdessen der frühere GC-Konditionstrainer Walter Grüter als Assistenztrainer sowie von Lugano der erfahrene Torhüter Erich Hürzeler verpflichtet. Der 32-jährige Hürzeler unterzeichnete einen Vertrag über dreieinhalb Jahre.

swissinfo und Agenturen

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