Asylsituation in der Schweiz
Im ersten Halbjahr 2016 sind rund 1000 Asylgesuche mehr eingegangen als im selben Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt waren es 16‘754. Justizministerin Sommaruga äusserte sich vor Journalisten zu dieser Zunahme.
Eritreer umgehen die Schweiz
Die Befürchtung von Anfang Jahr, dass in diesem Sommer die Asylzahlen explodieren, ist jedoch nicht eingetreten. Bei den Eritreern ist die Zahl der Asyl-Anträge sogar deutlich zurückgegangen. Der Grund: Deutschland gilt als attraktiver.
Sommaruga im Hoch?
Die Asylsituation hat sich also etwas entspannt. Eine gute Nachricht für die zuständige Bundesrätin Simonetta Sommaruga, die vor einem Jahr in der Dauerkritik der Bürgerlichen stand.
Sommaruga hat sich heute mit den Bundeshausmedien zum lockeren Gespräch getroffen. Sie zeigte sich besorgt über die prekäre Situation im italienischen Grenzgebiet, wo von der Schweiz zurückgewiesene Flüchtlinge im Freien campieren.
Die Kritiker Sommarugas sind derweil nicht verstummt. Während die Bürgerlichen die hohen Kosten des Asylwesens kritisieren, befürchten die Linken hingegen ein allzu restriktives Rückweisen der Flüchtlinge.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch