Josef Ackermann erhält Bestnoten
Josef Ackermann macht laut einer Umfrage derzeit als Manager den besten Job unter den wichtigsten Konzernlenkern in Deutschland. Der Schweizer begann seine Karriere bei der Credit Suisse und ist seit 2006 erster Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank.
Ackermann wurde erstmals auf den ersten Platz der Studie «Manager nach Noten» gewählt, die der Unternehmensberater und IT- Dienstleister Manfred Niedner am Sonntag veröffentlichte. Niedner bittet mit seiner Firma MC IT Solutions GmbH in Wiesbaden zweimal im Jahr 1000 deutsche Führungskräfte um deren Meinung über die Chefs der wichtigsten Konzerne des Landes.
Wie kritisch deren Arbeit betrachtet wird, zeigt Ackermanns absolute Note – eine 3,0. Die Befragten bescheinigten ihm, dass er die Deutsche Bank gut durch die Finanzkrise manövriert, sich in Krisenzeiten öffentlich nicht versteckt und sich dem Versuch der Politik widersetzt habe, zu viel Einfluss auf die Entscheidungen der Wirtschaft zu gewinnen.
«Interessant ist, dass Ackermann bei unseren früheren Befragungen eher auf den hinteren Plätzen gelandet ist», sagte Niedner laut Mitteilung. Dies zeige, dass das Image von Vorstandsvorsitzenden durchaus rasch wandelbar sei.
Ackermann verdrängte VW-Chef Martin Winterkorn auf den zweiten Platz des Rankings. Auf Rang drei folgt Wolfgang Reitzle, Vorstandsvorsitzender von Linde, der laut Niedner bei allen bisherigen Befragungen Spitzenplätze erzielte.
swissinfo.ch und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch