Navigation

Skiplink navigation

Lob für Schweiz von OECD

Die Schweiz hat die globale Rezession laut OECD besser gemeistert als die meisten anderen Industrieländer. Die OECD drängt aber auf weitergehende Reformen, besonders auch in der Finanzmarktaufsicht.

Dieser Inhalt wurde am 15. Januar 2010 - 17:03 publiziert

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) war wegen des Drucks auf das Bankgeheimnis im Steuerbereich letztes Jahr für Bundesbern zum roten Tuch geworden.

Im neuen Länderbericht erteilt die OECD der Schweiz nun aber gute Noten.

Die relativ erfolgreiche Zwischenbilanz führt sie namentlich auf einige Schweizer Exportbranchen zurück. Die Pharma- und Medizinaltechnikindustrie seien beispielsweise wenig konjunkturempfindlich.

Auch profitierte die Schweiz von ihren stabilen Kredit- und Immobilienmärkten. Auf dem Häusermarkt hatte sich keine Spekulationsblase gebildet, und die inländischen Banken vergaben Kredite wie gewohnt.

Die "sehr gute" Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) trug laut der OECD zum Erfolg bei, ebenso die Rettungsaktion des Bundes für die Grossbank UBS. Dennoch: Die Schweiz werde lange an der Krise zu leiden haben, hält die OECD fest, nicht zuletzt wegen der steigenden Arbeitslosigkeit.

Verringern sollte die Schweiz aus Sicht der OECD das Klumpenrisiko, welches die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse für die Wirtschaft bilden.

Zudem sollte laut den OECD-Ökonomen die Aufsicht schlagkräftiger werden: Die Finanzmarktaufsicht (Finma) und die Nationalbank müssten enger mit den Pendants anderer Länder zusammenarbeiten. Die Finma sollte überdies mehr Personal erhalten und systemische Risiken bei ihren Modellen stärker berücksichtigen, heisst es im Bericht.

swissinfo.ch und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen