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Novartis-Aktionäre können über Saläre entscheiden

Bei Novartis können künftig die Aktionäre beim Salärsystem mitreden. Als erste grosse börsenkotierte Gesellschaft der Schweiz verankert der Basler Pharmakonzern eine Konsultativabstimmung über das Vergütungssystem in seinen Statuten.

Dieser Inhalt wurde am 26. Februar 2010 - 18:37 publiziert

Die durch jahrelangen Druck von Aktionärsgruppierungen ausgelöste Statutenänderung wurde am Freitag an der Generalversammlung in Basel mit rund 95% Ja-Stimmen angenommen.

Durchgeführt werden muss die Konsultativabstimmung künftig vor jeder bedeutenden Änderung des Vergütungssystems, mindestens jedoch alle drei Jahre. Bereits an der Generalversammlung vom letzten Jahr hatten 31% der Novartis-Aktionäre gegen die Empfehlung des Verwaltungsrats eine konsultative Abstimmung über den Vergütungsbericht verlangt.

Das Vergütungssystem folge keinen Moden, seine Transparenz gehe über die geltenden Gesetze und Standards hinaus, sagte Ulrich Lehner, Vizepräsident des Verwaltungsrats, vor den Aktionären zum Vergütungssystem.

Dominique Biedermann, Direktor der Anlagestiftung Ethos, forderte an der Generalversammlung indes eine grundlegende Überarbeitung des Vergütungssystems, weil dies nicht internationaler "Best Practice" entspreche.

Biedermann kritisierte, dass Novartis die Entschädigung seines Top-Managements statt zum Marktwert zum Steuerwert ausweist. Konzernchef Daniel Vasella hätte so 2009 statt der im Geschäftsbericht angegebenen 20,5 Mio. Franken rund 42 Mio. Franken verdient und die höchste Entschädigung unter den zwölf grössten Pharmaunternehmen der Welt erhalten.

Vasella, der die operative Leitung des Konzern auf Anfang Februar 2010 an den bisherigen Pharmachef Joe Jimenez übertragen hatte, werde als Präsident einen fixen Lohn erhalten, der deutlich kleiner sei als seine bisherige Vergütung, sagte Lehner.

swissinfo.ch und Agenturen

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