Roche und Royal Bank of Canada am Pranger

Greenpeace und die Erklärung von Bern (EvB) haben die Public Eye Awards 2010 verliehen. Die sozial und ökologisch skrupellosesten Firmen sind demnach der Schweizer Pharma-Multi Roche und die Royal Bank of Canada.

Dieser Inhalt wurde am 27. Januar 2010 - 15:19 publiziert

An der elften Public Eye-Veranstaltung in Davos wurde zum ersten Mal der "Greenwash Award" verliehen. Die "Auszeichnung" ging an das UNO-Wassermandat.

Allen drei Institutionen wird verantwortungsloser Umgang mit Menschen und Umwelt vorgeworfen. Damit zeigten sich die Schattenseiten eines von Profitdenken getriebenen ungezügelten Ultraliberalimus.

Die Royal Bank of Canada, das umsatzstärkste Unternehmen des Landes, gewinnt wegen seiner Rolle als weltweit führender Financier der Ölsandkonzerne den diesjährigen "Global Award". Die Ölsandkonzerne fördern laut den Organisationen in der Provinz Alberta auf einer Fläche grösser als die Schweiz und Österreich zusammen das schmutzigste Rohöl der Welt.

Die Basler Roche erhält zwei Anti-Oscars: den "Swiss Award" und den "People's Award". Fachjury und Internetgemeinde verurteilen demnach die Geschäftspraktiken des Pharma-Riesen. So werden in China durchgeführte Studien mit Organen kritisiert, deren Herkunft Roche nicht kommunizieren wolle.

Den neu geschaffenen "Greenwash Award" hat die Fachjury dem im Rahmen des im Global Compact lancierten UNO-Wassermandates verliehen. Die von Wasser als primäre Ressource finanziell profitierenden Konzerne wie Nestle, Coca Cola oder Dow Chemical gäben vor, in diesem Klub gemeinsam mit UNO-Organisationen und Hilfswerken die Wasserkrise zu bekämpfen. Stattdessen betrieben sie unter dem UNO-Signet ihre Politik der Wasserprivatisierung systematisch weiter.

swissinfo.ch und Agenturen

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