Eine extreme Hitzewelle rollt auf die Schweiz zu

Ein Bad im Katzensee im Raum Zürich, 2018. Bei einer Hitzewelle ist es unerlässlich, sich möglichst kühl zu halten und viel zu trinken. Und das gilt nicht nur für Menschen. © Keystone / Melanie Duchene

Diese Woche werden in der Schweiz hohe Temperaturen gemessen und noch höhere erwartet. Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie hat für einige Regionen die höchsten Hitzewellen-Warnungen seit 2015 ausgegeben. Doch ab welcher Temperatur herrscht in der Schweiz ein Gesundheitsrisiko?

Dieser Inhalt wurde am 25. Juni 2019 - 13:48 publiziert
Susan Misicka und Alexandra Kohler

Von Dienstag bis Donnerstag wird es in der Schweiz bemerkenswert heiss. In einigen Regionen werden rekordhohe Temperaturen bis 40 Grad Celsius erwartet. Und mit dem Klimawandel dürften solche Hitzewellen wohl noch zahlreicher werden. Hitzewellen seien eine Folge des Klimawandels, sagte etwa die Westschweizer Klimaforscherin Martine Rebetez.

Wann spricht man in der Schweiz von einer Hitzewelle?

End of insertion

"In der Schweiz treten Hitzewellen meist im Zusammenhang mit einer Hochdrucklage und einer süd- bis südwestlichen Anströmung auf, so dass heisse und trockene Luft aus den Subtropen zum Alpenraum geführt wird", schreibt das nationale Naturgefahren-Portal. Eine Hitzewelle definiert es als "eine Periode extremer Hitzebelastung, welche die menschliche Gesundheit gefährden kann".

Meteo Schweiz, das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, basiert seine Warnungen auf einem Hitzeindex, der Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit berücksichtigt. Die Warnungen werden per Medienmitteilung, Videotext und als Push-Meldungen aufs Mobiltelefon ausgegeben und regelmässig aktualisiert.

Was bedeuten die Warnstufen?

End of insertion

"Gefahrenstufe 3" (erhebliche Gefahr) bedeutet, dass der so genannte Hitzeindex während mindestens drei Tagen mehr als 90 beträgt. Eine Hitzewelle herrscht in der Schweiz, wenn zur heissesten Tageszeit zwischen 29° bei 75% relativer Luftfeuchtigkeit und 34° bei 30% Luftfeuchtigkeit herrschen. Dies war am Montag in den meisten Regionen der Schweiz der Fall.

"Gefahrenstufe 4" (grosse Gefahr) bedeutet eine extreme Hitzewelle. Dafür muss der Hitzeindex während mindestens fünf Tagen mehr als 93 betragen. Dies bedeutet einen Temperaturbereich von 29° bei 80% Luftfeuchtigkeit bis 35° bei 30% Luftfeuchtigkeit. Ab Dienstagmittag ist dies die Prognose für die Region Basel in der Nordschweiz, für Teile des Kantons Wallis im Südwesten und für den Kanton Tessin im Süden.

Beide Stufen bringen ein erhöhtes Risiko für Kreislaufbeschwerden und körperliches Unwohlsein mit sich. Laut Meteo Schweiz herrschte Stufe 4 das letzte Mal im August 2017 im Tessin und 2015 in der gesamten Schweiz. Das war das heissteste Jahr in der Schweiz überhaupt.

Was bedeuten die Stufen 1, 2 und 5?

End of insertion

Laut dem Naturgefahren-Portal werden Hitzewarnungen nur auf den Stufen 3 und 4 herausgegeben, "weil eine extreme Hitzewelle von grösserem Ausmass in unseren Breiten wenig wahrscheinlich ist". Dies im Gegensatz zu Lawinen-, Hochwasser- und anderen Warnungen, welche das Portal ebenfalls ausgibt.

Doch an einigen Orten könnten die Temperaturen auf neue Rekordhöhen schnellen

End of insertion
Externer Inhalt

Wie oft ist es in der Schweiz über 30°?

End of insertion

Dies hängt natürlich stark von Standort und Wettersituation ab, aber Hitzetage, also solche mit einer Temperatur über 30-Grad, werden immer häufiger. Im Kanton Luzern beispielsweise nahm die Zahl der heissen Tage seit 2000 stetig zu.

Externer Inhalt

Der Schweizer Hitzerekord von 41,5° Celsius wurde am 11. August 2003 in Grono, Kanton Graubünden, aufgestellt. Allerdings basiert er auf einer alten Messtechnik von Wetterhütten, die generell Temperaturen aufzeichneten, die einige Grad höher ausfielen als jene, die mit modernen Instrumenten gemessen werden.

Externer Inhalt

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen