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Basel und Pretoria spannen zusammen

Daniel Lehmann, der Basler Projekt-Koordinator, und June Matlala von Tshwane. swissinfo.ch

Die beiden Städte, die trotz ihrer grossen Entfernung einiges gemeinsam haben, lancieren am 2. Umweltgipfel ihre "Lokale Agenda 21".

Das Projekt «Voneinander Lernen» soll die Nachhaltigkeit unterstützen.

Von Rio haben die Mitglieder des Vereins «Lokale Agenda 21» wenigstens eine Erkenntnis mitgenommen: «Die Welt beginnt vor unserer eigenen Haustüre.»

Oder wie Vereinspräsidentin Rosmarie Bär gerne betont: «Die globalen Probleme sind häufig die Summe der im lokalen Bereich gemachten Fehler und Fehlverhalten.»

Daraus entstand die Idee des Projektes «Voneinander Lernen», welches Gemeinden in Afrika und der Schweiz helfen will, ihr Wissen und ihre Erfahrungen auszutauschen.

Die Partnerschaft zwischen den beiden Städten Basel und dem südafrikanischen Tshwane-Pretoria ist die erste Stufe eines Weges, der laut den Initiatoren «so lang und dauerhaft wie möglich» werden soll.

Städtische Sorgen

Doch was sind die Gemeinsamkeiten zwischen der Stadt am Rheinknie mit ihren 200’000 Einwohnern (und ihren deutschen und französischen Nachbarn) und der südafrikanischen Metropole mit über eineinhalb Millionen Menschen?

Daniel Lehmann Pollheimer, der Basler Koordinator des Projektes, gibt zwei Beispiele von Gebieten, auf denen die beiden Städte schon jetzt Fragen und Antworten über ihre Entwicklung austauschen könnten.

So sei Tshwane-Pretoria zur Zeit dabei, verschiedene Gemeinschaftszentren aufzubauen, «wo den Menschen geholfen wird, sich selber zu helfen.» Das Basler Zentrum Bachletten gehe in die gleiche Richtung.

Die einen wie die anderen würden in ihrem Alltag versuchen, die verschiedenen Kulturen zu integrieren und das Problem der Gewalt und des Vandalismus zu bekämpfen.

Eine Partnerschaft von Menschen, keine Verbrüderung

Zweites Beispiel: Pretoria versucht, seine Verwaltung weg von der Apartheid hin zu demokratischen Strukturen zu führen.

Basel versuche zur Zeit unter Mithilfe der Bürger, sowohl seine wirtschaftliche Attraktivität als auch die kulturelle und landschaftliche Vielfalt zu erhalten.

«Die Partnerschaft, die wir anstreben, geht weit über die ’normale‘ Hilfe hinaus», präzisiert June Matlala von der Stadtverwaltung von Tshwane-Pretoria.

Und Juan Quinn, Berater der Stadt Tshwane, ergänzt, dass das Projekt Signalwirkung haben soll. » Wir wollen eine neue Kultur fördern, die dem restlichen Südafrika als Beispiel dient.»

Das Projekt sei jedoch keine Verbrüderung und auch keine Partnerschaft zwischen Regierungen. Sondern eine Zusammenarbeit von Menschen, die sich persönlich um eine dauerhafte Entwicklung ihrer Städte bemühten.

Im Herbst soll eine Delegation von Tshwane-Pretoria Basel besuchen. Damit erhält das Projekt eine konkrete Form, die damit zusätzliche Menschen mobilisieren könnte.

Bernhard Weissbrodt, swissinfo

Das Austausch-Projekt wurde in der «Nachhaltigen Schweiz» am Weltgipfel in Johannesburg lanciert.
Dem Schweizer Verein «Lokale Agenda 21» gehören 14 Organisationen an.
Tshwane ist der afrikanische Name (Sotho) für Pretoria.

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