Günstigere Medikamente
Medikamente sind in der Schweiz billiger als in Deutschland, aber teurer als in Italien. Dies zeigt eine Studie der SWICA.
Unter die Lupe genommen wurden die Preise für die 70 meistverkauften Medikamente der Schweizer Spezialitätenliste, wie die Krankenkasse SWICA am Freitag mitteilte. Die Untersuchung hat das Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie gemacht. Als Vergleichsstaaten dienten die Schweizer Nachbarstaaten Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien.
Vergleicht man die Preise, welche die Patienten bezahlen (inkl. Mehrwertsteuer), so muss in der Schweiz für eine Packung der Top-70-Medikamente 10’646 Franken bezahlt werden. Noch tiefer in die Tasche gegriffen werden muss in Deutschland, wo die 70 Medikamente 11’460 Franken (+7,6%) kosten.
In Österreich sind die Medikamente inklusive Mehrwertsteuer zwar deutlich teurer als in der Schweiz (+11,9%), doch wird dort den Patienten die 20-prozentige Mehrwertsteuer zurückerstattet. Der Endpreis liegt damit bei 9926 Franken, 4,6% tiefer als in der Schweiz.
Frankreich am billigsten
Noch günstiger sind dieselben Medikamente in Italien, wo sie 9358 Franken (-12,1%) kosten. Am billigsten bekommt man die Top 20 in Frankreich, wo sie mit 8326 Franken 21,8% weniger kosten als in der Schweiz. Nicht in der Studie berücksichtigt ist die Kaufkraft in den jeweiligen Ländern.
Die in der Schweiz erhältlichen 12 Generika für die 70 meistverkauften Medikamente sind gemäss Studie insgesamt 37,3% günstiger als die Originalpräparate. Die SWICA will die Studie künftig jährlich durchführen lassen.
swissinfo und Agenturen
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