Ölpreise legen erneut deutlich zu
Die erneute Eskalation im Iran-Krieg treibt die Ölpreise weiter an. Nach dem Kurssprung zu Wochenbeginn kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September zuletzt 85,37 US-Dollar.
(Keystone-SDA) Damit war die globale Referenzsorte 2,5 Prozent teurer als am Montag. Erstmals seit rund einem Monat war der Preis zeitweise über 87 Dollar gestiegen. Anfang Juli war er noch auf gut 70 Dollar gefallen.
Die Lage im Krieg zwischen den USA und dem Iran hat sich weiter verschärft. Iranische Medien haben erneut Explosionen an der Südküste gemeldet. Zuvor hatte das US-Militär im eskalierenden Konflikt um die Strasse von Hormus weiter Ziele im Iran bombardiert, dieser hatte in der Meerenge zwei Tanker mit Marschflugkörpern attackiert. US-Präsident Donald Trump hatte bereits am Montag eine Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren.
Irans Minister: Ölexporte wie gewohnt
Trump kündigte ferner an, dass die USA fortan für die sichere Durchfahrt der wichtigen Meerenge aus «Fairnessgründen» Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchten. Dies solle die Kosten kompensieren, die für die Gewährleistung einer sicheren Passage entstünden. Irans Ölminister Mohsen Paknejad sagte, die Ölexporte liefen wie gewohnt weiter.
Eine grosse Mehrheit des iranischen Parlaments hatte «Blutrache» für den im Krieg getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei gefordert. Bei ihrer ersten Sitzung in Präsenz mehr als vier Monate nach Kriegsbeginn forderten mehr als 180 der 290 Abgeordneten Vergeltung, wie die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine Stellungnahme der Politiker berichtete. Die. Abgeordneten kritisierten auch die Verhandlungen mit den USA scharf.