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31 Kontrollstellen helfen gegen giftige Pilze

Wer Pilze sammelt, sollte diese gemäss Experten immer prüfen lassen. Denn jährlich kommt es im Kanton Zürich zu dutzenden Pilzvergiftungen. Generell gilt: Je besser das Jahr, desto mehr Leute zieht es in die Wälder und es kommt eher zu Vergiftungen.

(Keystone-SDA) Gutes Jahr, mehr Pilzler

Wie das Pilzjahr 2026 wird, steht in den Sternen. Viele Pilze heisst auch mehr Beratungen und mehr Pilzvergiftungen, wie die Erfahrungen von Tox Info Suisse, das den Giftnotruf 145 betreibt, zeigen. Marionna Schlatter von der Vereinigung der amtlichen Pilzkontrollorgane (Vapko) spricht von einem linearen Zusammenhang: «In einem guten Jahr wird mehr darüber geredet und es gehen auch mal Menschen pilzeln, die es davor noch nie gemacht haben.»

Tödliche Vergiftungen sind selten

Zwei Drittel der Anfragen sind gemäss Tox Info Suisse Laienanfragen; eine offizielle Meldestelle sei man nicht. In den Jahresbericht aufgenommen werden einzig auswertbare ärztliche Rückmeldungen. Gemäss Jahresbericht kam es 2024 zu 91 Pilzvergiftungen bei Erwachsenen und Kindern.

Wie in den Jahren davor ging keine tödlich aus. Einzig eine Vergiftung war schwer, verursacht vom Grünen Knollenblätterpilz, der leicht mit dem Champignon zu verwechseln ist. Erste publizierte Zahlen für 2026 weisen von Januar bis April etwas über 20 Beratungen zu Pilzen aus dem Kanton Zürich aus; im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor waren es etwa 15.

Pilze immer kontrollieren lassen

Unabhängig von Erfahrung und Pilzkenntnissen rät Tox Info Suisse dazu, die Funde immer von einer offiziellen Pilzkontrollstelle begutachten zu lassen. «Immer mehr Personen tun dies, die Nachfrage steigt», sagt Schlatter. Im Kanton Zürich stehen während der Saison 31 Kontrollstellen zur Verfügung, zu finden sind sie auf der Homepage der Vapko. Geschlossen haben die Stellen während der Schonzeit – vom ersten bis zum zehnten jedes Monats dürfen im Kanton keine Pilze gesammelt werden. Zudem darf jede Person maximal ein Kilogramm pro Tag sammeln.

Erbrechen und Durchfall als Symptome

Pilze müssen immer genügend lange gekocht werden, roh sind sie unbekömmlich. Zudem sind Pilze schwer verdaulich, weshalb nach dem Konsum von grösseren Mengen oder von zu grossen Stücken Symptome wie Unwohlsein, Erbrechen oder Durchfall auftreten können. Bei Verdacht auf Pilzvergiftung ist der Giftnotruf 145 die erste Anlaufstelle. Und sollte der Hund aus Neugierde oder weil ihm der Geruch zusagt, einen Giftpilz verschlungen haben und danach unter Durchfall und Erbrechen leiden, ist der sofortige Gang zum Tierarzt überlebenswichtig.

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