Aargau fordert Ausbau der A1 und der Ost-West-Achse der Bahn
Die Autobahn A1 soll im Kanton Aargau zwischen Aarau Ost und Birrfeld möglichst rasch auf sechs Spuren ausgebaut werden. Die entsprechende Standesinitiative an die eidgenössischen Räte ist ausgearbeitet. Auch der Regierungsrat stützt die Forderung des Grossen Rats.
(Keystone-SDA) Konkret soll der Bund den Ausbau auf sechs Fahrstreifen definitiv in den Ausbauschritt 2027 aufnehmen. Dies steht in der am Freitag veröffentlichten Standesinitiative, welche von der parlamentarischen Kommission für Umwelt, Bau, Verkehr, Energie und Raumordnung (UBV) im Auftrag des Parlaments ausgearbeitet wurde.
Dieser Abschnitt gehöre mit täglich rund 88’000 Fahrzeugen und einem hohen Lastwagenanteil zu den am stärksten belasteten Strecken der Schweiz, heisst es in der Begründung. Ohne diesen Ausbau drohten bis zum Jahr 2040 täglich mehrstündige Staus und unerwünschter Ausweichverkehr auf Kantons- und Gemeindestrassen.
Bahnausbau auf Ost-West-Achse verlangt
Die UBV arbeitete eine zweite Standesinitiative aus. Es geht um die Entlastung der Ost-West-Bahnachse, also um die Bahnlinie Olten über Aarau nach Zürich. Die Planung solle mit höchster Priorität vorangetrieben werden, lautet die Forderung.
Der Bund solle sicherstellen, dass die notwendigen finanziellen Mittel für Entlastungsmassnahmen, etwa für die Behebung des Engpasses Heitersbergtunnel, in der Botschaft 2031 verankert werden. Der Heiterbergtunnel auf der nationalen Achse sei der grösste Engpass der Schweiz und ein Stabilitätsrisiko, heisst es in der Standesinitiative.
Der zweispurige und 4,9 Kilometer lange Bahntunnel sei einer der meistbefahrenen Strecken und nach Effretikon ZH der am zweitstärksten frequentierte Querschnitt des Bahnnetzes. Im Jahr 2025 passierten demnach 190’000 Personen- und Güterzüge den Abschnitt und durchschnittlich reisten 100’700 Personen pro Tag durch den Heitersberg.
Die doppelte Forderung an den Bund hat im Aargau starken Rückhalt. Die UBV-Kommission stimmte dem Paket mit 12 zu 1 Stimmen zu. Auch der Regierungsrat stellt sich hinter beide Standesinitiativen. Der Grosse Rat muss die Initiativen noch formell gutheissen.