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AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Gewinne – Fuchs Petrolub mit Zahlen

FRANKFURT (awp international) – Der deutsche Aktienmarkt ist am Dienstag mit Gewinnen in den Handel gestartet. Händlern zufolge stützte die leicht positive Vorgabe der Tokioter Börse, wo der Nikkei-225-Index um 0,21 Prozent zugelegt hat. Im frühen Handel stieg der Dax um 1,12 Prozent auf 5.572,74 Zähler. Der MDax gewann 0,78 Prozent auf 7.356,81 Punkte. Für den TecDax ging es um 0,71 Prozent auf 794,75 Zähler hoch.
Das Schuldenproblem Griechenlands müsse noch gelöst werden und die Vorgabe der feiertagsbedingt geschlossen gebliebenen Wall Street fehle – «da muss man sehen, ob der Markt seine freundliche Eröffnung halten kann», sagte Marktanalyst Ben Potter von IG Markets. Im Fokus stehen neben Griechenland und der Entwicklung des Euro am Nachmittag die Wall Street und ihre Reaktion auf einige US-Daten.
Überraschend vorgelegte Zahlen von Fuchs Petrolub liessen die Aktie um 3,37 Prozent auf 65,02 Euro steigen – das bedeutete den zweiten Platz im MDax. Der Schmierstoff-Hersteller steigerte 2009 dank eines guten zweiten Halbjahres trotz der Wirtschaftskrise sein operatives Ergebnis (EBIT) und übertraf damit seine im November erhöhte Prognose. Ein Händler sah die Zahlen «durch die Bank besser als erwartet». «Insbesondere auf der Gewinnebene sehen die Zahlen für 2009 gut aus», sagte er. Da Fuchs sich zudem zuversichtlich zum laufenden Jahr geäussert habe, seien die Aussagen insgesamt positiv.
Mangels weiterer Zahlen aus Deutschland sorgten auch Geschäftsberichte europäischer Unternehmen für Bewegung bei den Aktien ihrer deutschen Konkurrenten. Die zweitgrösste britische Bank Barclays hat die Krise mit einem Milliardengewinn für sich abgehakt und ist nach eigener Aussage gut ins laufende Jahr gestartet. Aktien der Deutschen Bank profitierten zudem von einer Hochstufung durch Credit Suisse sowie Expansionsplänen in Asien und verteuerten sich an der Dax-Spitze um 3,61 Prozent auf 45,73 Euro. Commerzbank-Papiere legten indes um 1,43 Prozent auf 5,670 Euro zu.
Aktien von SAP gewannen als einer der Favoriten im Dax 1,99 Prozent auf 32,025 Euro. Händler verwiesen auf einen Artikel der «Wirtschaftswoche», der für Übernahmefantasien für den Softwarekonzern sorge. Nach dem Rücktritt von Leo Apotheker seien sich die SAP-Gründer nicht mehr darüber einig, ob der Konzern eigenständig bleiben soll, schreibt die Zeitschrift. «Das sorgt für Spekulationen», sagte ein Händler. Er sieht allerdings keine Notwendigkeit für SAP, in eine Art «Schlussverkauf» überzugehen. «Die nächste Herausforderung wird sein, die Loyalität der Kunden und Mitarbeiter zu sichern.»
K+S-Titel stiegen dank einer positiven Studie um 1,37 Prozent auf 44,250 Euro. Merrill Lynch nahm die Aktie des Salz- und Düngerherstellers in seine «Most Preferred List» auf. Die Analysten sehen zunehmende Anzeichen dafür, dass die Nachfragesituation sich deutlich verbessert. Dagegen übernahmen Papiere von Beiersdorf nach L’Oreal-Zahlen mit Kursverlusten von 0,88 Prozent auf 42,010 Euro die rote Laterne im Leitindex. Der weltgrösste Kosmetikkonzern verdiente 2009 weniger als im Vorjahr. «Die schwachen Zahlen haben auch auf Beiersdorf einen negativen Einfluss», sagte ein Händler./gl/dr

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