AKTIENFOKUS/Novartis-Aktie nach gemischten Studiendaten leicht schwächer
Zürich (awp) – Die Aktie der Novartis AG tendiert am Freitag im frühen Geschäft leicht schwächer. Im Handel werden die Abgaben in einem knapp gehaltenen Markt vor allem auf die gemischten Studiendaten zurückgeführt, die der Pharmakonzern am Vorabend publiziert. Einem Erfolg in einer Phase-II-Studie für Afinitor bei fortgeschrittenem mestasierendem hormonpositiven Brustkrebs, steht ein Misserfolg in Phase-III-Tests für Zometa als adjuvante Brustkrebs-Behandlung gegenüber. Als Folge hat Novartis den entsprechenden Zulassungsantrag für Zometa vorerst zurückgezogen.
Bis um 09.35 Uhr verlieren die Novartis-Aktien um 0,5% auf 53,75 CHF. Zum Vergleich: Der SMI sinkt um 0,2%.
Andrew Weiss von der Bank Vontobel senkt die Umsatzschätzungen für Zometa für die Geschäftsjahre 2011/2012 um rund 200 Mio USD. Seit der ersten Publikation guter Studienergebnisse für Zometa als adjuvante Brustkrebs-Behandlung im Jahr 2008 sei das entsprechende Geschäft jährlich um rund 150 Mio USD gewachsen. Für Afinitor erhöht Weiss die Spitzenumsatzschätzungen auf 1,8 Mrd USD von 1,55 Mrd USD. Die guten Nachrichten zu Afinitor sollten die Enttäuschung über die Zometa-Studie insgesamt wettmachen, so Weiss. Die Bank Vontobel bestätigt die «Buy»-Empfehlung für die Novartis-Aktie (Kursziel: 70) CHF.
Der zuständige Analyst der Zürcher Kantonalbank stuft die jüngsten News insgesamt als neutral ein. Afinitor sei noch weit vom Markteintritt entfernt und die bestehenden Umsätze von Zometa seien nicht gefährdet, heisst es.
Marcel Brand von Cheuvreux wertet die Afinitor-Studiendaten als positive Überraschung. Zwar seien gute Phase-III-Studiendaten nicht garantiert, doch sei eine Anpassung der Umsatzschätzungen für Afinitor ab dem Geschäftsjahr 2014 vernünftig. Dabei setzt Brand die Einreichung eines Zulassungsantrags für Brustkrebs im Jahr 2013 voraus. Für 2018 erhöht er die Schätzungen auf 1’200 Mio USD von 900 Mio USD.
rt/ps