Coronavirus: die Zahlen in der Schweiz

Denis Balibouse/Keystone

Wir präsentieren hier die wichtigsten Zahlen zum Verlauf der Pandemie in der Schweiz. Die Grafiken werden automatisiert aktuell gehalten.

Dieser Inhalt wurde am 16. Oktober 2020 - 14:46 publiziert
SRF Data
Externer Inhalt
Externer Inhalt

Wie schnell breitet sich das Coronavirus in der Schweiz aus? Wir veröffentlichen auf dieser Seite eine Reihe von Grafiken, die konstant aktualisiert werden, sobald es neue Daten gibt. Dies ist nur Montags bis Freitags jeweils einmal täglich der Fall. Die Quellen und die Methodik hinter den Grafiken finden Sie am Ende des Artikels.

Externer Inhalt

Zur aktuellen Lage in der Schweiz

Um die aktuelle Lage in der Schweiz einschätzen zu können, lassen sich verschiedene Datenpunkte heranziehen. Oft werden dafür die täglich gemeldeten Neuinfektionen zitiert. Auf den Tag herunter gebrochen sind sie aber wenig aussagekräftig, da sie starken Schwankungen unterworfen sind. Wir empfehlen deshalb, den Fokus nicht auf die einzelnen Tage, sondern die generelle Entwicklung zu richten.

Externer Inhalt

Damit die Neuinfektionen Aussagekraft haben und die Lage richtig eingeschätzt werden kann, braucht es genügend Tests. Die verfügbaren Daten zu den Tests zeigen: Die Test-Regimes der kantonalen Behörden sind ebenfalls Schwankungen unterworfen.

Externer Inhalt

Ein weiterer wichtiger Hinweis ist der Anteil der positiven Test an allen durchgeführten Test, die sogenannte Positivrate. Die gibt einen Hinweis darauf, ob die gemeldeten Neuinfektionen ein gutes Abbild der Lage abgeben. Solange diese Zahl den Grenzwert von 5% nicht überschreitet, so empfiehlt es die WHO, kann davon ausgegangen werden, dass ein Grossteil der Fälle erkannt wird und die Dunkelziffer im Vergleich zum Frühling eher klein ist. Wird er überschritten, steigt das Risiko, dass die Pandemie ausser Kontrolle gerät. Damit für die Positivrate aufgrund des Meldeverzugs der Behörden kein zu tiefer Wert dargestellt wird, weist der 7-Tage-Schnitt in der folgenden Grafik den Stand von vor 3 Tagen auf.

Externer Inhalt

Wer steckt sich zurzeit an? Diese Frage ist wichtig, da die Altersstruktur der aktuell Infizierten einen Hinweis darauf geben kann, was auf die Spitäler zukommt. Als Faustregel gilt: Je jünger die Infizierten, desto milder die Verläufe der Krankheit. Das war auch mit der Grund, warum im Spätsommer zwar die Fallzahlen stiegen, die Spitalbetten aber leer blieben. Inzwischen infizieren sich aber auch wieder Menschen aus vulnerableren Altersgruppen. Folgende Grafik zeigt den Anteil, den die verschiedenen Altersgruppen an den neu gemeldeten Fällen ausmachen.

Externer Inhalt

Wenn die Neuansteckungen von älteren Altersgruppen zunehmen, sollten rund zwei bis drei Wochen später auch die Belegung der Spitalbetten mit Covid-19-Fällen zunehmen. 

Externer Inhalt

Ein guter Kennwert für das Ende einer Welle ist die Abnahme von täglich gemeldeten Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19. Weil das BAG hier eine engere Definition führt als gewisse Kantone, werden hier die Zahlen der Kantone verwendet. Gemäss mehrern Kantonsärzten bilden diese die aktuelle Lage besser ab.

Externer Inhalt

Die Lage weltweit

Externer Inhalt
Externer Inhalt
Externer Inhalt

Quellen und Methoden

In der Schweiz gibt es unterschiedliche Datenquellen zum Ausbruch und zur Verbreitung des Coronavirus. Primär erhoben werden die Daten von den Kantonen, zusätzlich werden sie vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) täglich einmal weiterveröffentlicht. Gerade bei den verstorbenen Personen veröffentlicht das BAG teilweise Zahlen, die ein paar Tage Verspätung auf die Kantone haben.

Bis am 8. Juli veröffentlichte SWI swissinfo.ch hier nur Zahlen, die direkt von den Kantonen stammen. Dafür wird eine Schnittstelle des Statistischen Amts des Kantons Zürich genutzt. Diese genügt hohen Standards bezüglich Datenqualität und Verfügbareit. Seit dem 9. Juli wird für die Anzahl bestätigter Fälle wieder das BAG als Quelle verwendet, da einige Kantone die Zahlen nicht mehr regelmässig öffentlich publizieren.

Die Zahl der Genesenen ist eine Schätzung, die auf einer Formel der NZZ basiert. Diese stützt sich wiederum auf verschiedene Modelle von Forschern und Behörden. Da es sich um eine Schätzung handelt, wird die Zahl gerundet.

Für den internationalen Vergleich verwenden wir Daten der Johns-Hopkins-Universität, ausser dort, wo Zahlen der Schweiz abgebildet sind. Der Konsistenz halber werden hier ebenfalls die Daten verwendet, die direkt von den Kantonen stammen.

End of insertion

(Technische Bearbeitung: Jonas Glatthard)

Diesen Artikel teilen