17,6 Mio. Franken für Erdbebenopfer in der Türkei gesammelt
Seit dem schweren Erdbeben in der Türkei vor einem Jahr sind bei der Glückskette Spenden von 17,6 Mio. Franken eingegangen. Die Partnerhilfswerke haben bisher für Nothilfe und Wiederaufbau im Nordwesten des Landes 10 Mio. Franken eingesetzt.
Die schweizerische Glückskette, der karitative Arm der SRG SSR idée suisse, bezeichnete die Solidarität der Schweizer Bevölkerung mit den Erdbebenopfern in der Türkei in einer Mitteilung vom Mittwoch (16.08.) als gross.
Spendengelder für Nothilfe und Wiederaufbau
Die Spendengelder wurden bisher folgendermassen verwendet: Nach dem Erdbeben im vergangenen August wie auch nach dem erneuten Erdbeben im November versorgte das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) die obdachlose Bevölkerung zuerst mit Medikamenten, Blutkonserven und Wolldecken.
Daneben errichtete es in der Region Izmit fünf Zeltlager. Zurzeit stellt das SRK im Distrikt Kandira die Trinkwasserversorgung für rund 100’000 Menschen in 146 Dörfern wieder her und schult Lagerleiter von provisorischen Wohnsiedlungen.
Auch das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen der Schweiz (HEKS) und Caritas wendeten die Spenden zuerst für die Notversorgung auf, wie die Glückskette weiter mitteilte. Trinkwasser, Decken und Zelte wurden verteilt und 1’672 beheizbare Zelte als provisorische Schulhäuser für 40’000 Schülerinnen und Schüler aufgestellt.
Die Hilfswerke beteiligen sich zudem an einem internationalen Konsortium, das 16 Schulen und Gesundheitszentren wieder aufbaut. Das Schweizerische Arbeiterhilfswerk (SAH) leistete Nothilfe für 110 schwer verletzte Erdbebenopfer und verteilte Zelte, Brennholz, Öfen und Plastikschränke. Auch reparierte das SAH öffentliche Gebäude.
Laut Glückskette sind weitere Wiederaufbau- und Ausbildungsprojekte in Ausarbeitung.
swissinfo und Agenturen
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