Rückrunde NLA-Qualifikation
Nach den Erfolgen von Grasshoppers, Servette und St. Gallen in den Hinspielen der 1. UEFA-Cup-Runde geht die NLA mit dem 12. Durchgang in die Rückrunde der Qualifikationsphase. Die Spiele stehen im Zeichen von Revanche.
Die Grasshoppers (in Aarau) und St. Gallen (in Lausanne) versuchen, den Schwung aus dem UEFA-Cup in die Meisterschaft mitzunehmen und die Spitzenposition (GC) beziehungsweise den Aufwärtstrend (St. Gallen) zu bestätigen. Den Auftakt zur Rückrunde machen am Samstag Lugano und die Young Boys im Tessin.
Bei Neuchâtel Xamax gegen Luzern spielt Not gegen Elend. Bei einer Niederlage der zehntplatzierten Neuenburger würde deren Not im Kampf um die Finalrunden-Plätze grösser, während das ranglisten-bedingte Elend des Tabellen-Letzten Luzern im Falle einer weiteren Pleite wohl endgültigen Charakter bekäme.
FCB immer noch unter dem Strich
Das monumentale 1:8 im Tourbillon am 4. Juli stand für Basel am Anfang der bisher so harzig verlaufenen Qualifikation. Noch immer sind die Bebbi unter dem Strich klassiert, auch wenn die Richtung am Rheinknie nun endlich nach oben zeigt.
Mit einem Sieg gegen Sion und einem Erfolg im Nachtragsspiel gegen Lausanne (am kommenden Mittwoch) könnte der FCB bis in die Spitzenpositionen vorrücken. Nach den überzeugenden Heimauftritten mit vier Siegen in vier Partien und dem Torverhältnis von 15:3 sind aus diesen zwei Begegnungen sechs Punkte budgetiert.
Stabile Walliser
Mit Sion, das früher oft als Punkte-Lieferant in den NLA-Stadien zu Besuch war, hat Basel allerdings eine harte Nuss zu knacken. Die Walliser sind auswärts so stabil wie sie es nur 1992 und 1997 waren. Ohne die Forfait- Niederlage in St. Gallen hätte Sion vier von fünf Partien in der Fremde ohne Gegentor überstanden und nur bei Aufsteiger Young Boys (2:3) nicht gepunktet.
Das Handstor Kawelaschwilis ebnete in der Hinrunde dem FCZ den Weg zum 2:0-Sieg bei Servette und führte die Zürcher danach in ungewohnte Höhen in der Rangliste. Zuletzt ist die Equipe vom Letzigrund jedoch gewaltig ins Straucheln geraten.
Der letzte Sieg liegt über anderthalb Monate zurück, und die erste Saisonniederlage (1:3 gegen die Grasshoppers) sorgte für die – beim FCZ – gewohnte Langzeit-Wirkung: Den Absturz in der Tabelle. Der während acht Runden stolze Leader ist nunmehr dem Trennstrich näher als der ersten Position.
Spitzenposition für Servette
Die Formkurve von Servette verläuft dagegen diametral. Nach zwei Runden waren die Genfer Tabellen-Letzter und kletterten erst im fünften Durchgang über den Strich. Doch nun sind die Grenats bis auf den 2. Platz vorgerückt, und die erstmalige Spitzenposition seit dem Meistertitel 1999 ist greifbar.
Diesen Durchmarsch nach oben will indes Leader und Meister Grasshoppers verhindern.
Swissinfo und Agenturen
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