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Angst vor Mikroplastik: Vetropack-CEO glaubt an Zukunft von Glas

Keystone-SDA

Der Glasmarkt leidet derzeit unter sinkendem Weinkonsum und Überkapazitäten. Trotzdem glaubt Lukas Burkhardt, der Chef des Glasverpackungsherstellers Vetropack, an die Zukunft des Materials. Eine Rolle spielt dabei auch die Angst vor Mikroplastik.

(Keystone-SDA) «Glas bietet nicht nur eine bessere Geschmackserhaltung als Konkurrenzprodukte, sondern auch mehr Lebensmittelsicherheit», sagt der seit Anfang Jahr amtierende Konzernchef im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. In Glasflaschen blieben etwa keine Rückstände von Mikroplastik zurück. Die Glasverpackungen profitierten daher vom Gesundheitstrend.

Optimistisch stimmt den CEO auch, dass Lebensmittel immer häufiger im Glas gekauft werden, zum Beispiel Oliven. Er spricht dabei von einer «Premiumisierung» von Esswaren. Auch nicht-alkoholische Getränke wie Wasser und Softdrinks seien in Glasflaschen beliebt.

Andere Mitbewerber leiden stärker

Laut Vetropack dürfte das laufende Jahr aber dennoch ein Übergangsjahr bleiben. Aufgrund des anhaltenden Preisdrucks erwartet das Management sinkende Nettoerlöse gegenüber dem Vorjahr. Allerdings soll sich die operative Ergebnismarge leicht verbessern.

Im Vergleich zur Konkurrenz steht der Bülacher Glasverpackungshersteller gemäss Burkhardt jedoch relativ gut da. «Wir sehen kleinere und grössere Mitbewerber, die derzeit stärker unter dem Preisdruck und den gestiegenen Energiepreisen leiden», sagt er.

In Deutschland und Frankreich hätten beispielsweise Unternehmen ihre Kapazitäten reduziert. Für Vetropack sei das gut, denn weniger Kapazität im Markt führe zu einem stabileren Preisniveau.

Derzeit fokussiert sich der CEO, der bis 2025 beim deutschen Konkurrenten Gerresheimer tätig war, auf die Überprüfung der Strategie. «Ich glaube an die Zukunft von Glas», betont er. Details zum Strategieupdate würden im August kommuniziert.

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