600 Millionen für Winterthur
Die Grossbank CS pumpt weitere 600 Mio. Franken in die Veersicherungs-Tochter Winterthur. Der CSG-Aktienkurs zeigt weiter nach unten.
Die Credit Suisse Group (CSG) teilte am Donnerstag mit, dass sie mit diesen 600 Millionen die «Solvabilitäts-Marge der Winterthur stärken» will. Die CSG-Tochter erhält damit insgesamt 1,76 Mrd. Franken vom Mutterhaus.
Schlechte Finanzmärkte schuld
Die Solvabilitäts-Marge, (das Kapital zur Unterlegung des Versicherungsgeschäfts) sei infolge der schlechten Entwicklung an den Finanzmärkten und dem starken organischen Wachstum geschmälert worden, begründete die CSG ihren Schritt.
Der Finanzkonzern hatte bereits Anfang Juni am Euromarkt umgerechnet etwa 1,16 Mrd. Franken für eine langfristige nachrangige Anleihe aufgenommen, deren Erlös vollumfänglich in die Winterthur floss.
Die Winterthur hatte im ersten Quartal 2002 wegen Wertverminderungen auf Kapitalanlagen einen operativen Verlust von 147 Mio. Franken erlitten.
Börse ungädig
Die Schweizer Börse reagierte mit einem Kursabschlag der CSG-Aktien auf die Nachricht. Der Aktienkurs sank. Damit hat der zweitgrösste Schweizer Finanzkonzern innerhalb eines Jahres mehr als 40 Prozent seines Börsenwertes eingebüsst. Allein seit Anfang Jahr beträgt der Kurszerfall mehr als ein Drittel. Das Jahreshoch der CSG-Aktie war bei über 75 Franken gelegen.
Die Zürcher Kantonalbank reduzierte in ihrem Marktbericht ihre Gewinn-Einschätzungen für den Versicherungsbereich, liess die anderen Unternehmensteile aber unverändert.
swissinfo und Agenturen
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