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A1 ist kein Laster-Parking

Die Task Force "Lastwagentransit" im Stauraum. Keystone

Die Autobahn A2 soll bei Staus am Warenzoll von Chiasso aus Sicherheits-Gründen nicht mehr als Lastwagen-Parkplatz benützt werden. Zu diesem Zweck hat die Task Force "Lastwagentransit" am Donnerstag (19.04.) eine Reihe von Massnahmen diskutiert.

Die Task Force befürwortet gemäss Michel Egger, Leiter der Arbeitsgruppe, die Einführung einer Triage (Dreiteilung) bei den Zollanlagen. Dabei sollen Lastwagen mit Leer- oder Transitfahrten von jenen getrennt werden, die etwas in die Schweiz ein- oder ausführen.

Lastwagen schneller abfertigen

Die leeren Camions und solche, welche die Schweiz durchqueren, machen zusammen gut 60% des Lastwagenverkehrs am Schweizer Zoll aus. Sie könnten durch die Trennung den Zoll schneller passieren. Damit diese Triage möglich wird, müssen die Anlagen ausgebaut sowie die Zusammenarbeit zwischen der Polizei und dem Zoll verbessert werden.

Überprüft werden auch Möglichkeiten für die Vorabfertigung von Schwerverkehr in der Nähe der Zollanlagen. Das Tessin hat zudem die Bereitschaft signalisiert, kurzfristig Stauraum zu organisieren. Das Bundesamt für Strassen ist daran, die Vorschläge zu prüfen.

Ein neues Un-Wort des Jahres: «Stauraum»

«Wir müssen zusätzlichen Stauraum schaffen», betonte Egger. Das Problem sei aber, dass viele zwar einsehen, dass dieser notwenig sei, jedoch niemand wolle die Stauräume bei sich schaffen. «Aber wenn wir keinen Platz dafür finden sollten, müssten die Lastwagen auf der Autobahn bleiben. Dann gibt es das totale Chaos».

Keine Gotthard-Tunnelgebühr

Klar abgelehnt hat die Task Force eine Lastwagen-Tunnelgebühr für den Gotthard sowie ein flächendeckendes Fahrverbot für den Schwerverkehr vor Feiertagen. Ein solches Fahrverbot hat die Arbeitsgruppe laut Egger als unverhältnismässig beurteilt. Zudem sei dies aus volkswirtschaftlichen Gründen nicht durchführbar.

An der nächsten Sitzung der Task Force am 22. Mai sollen die kurzfristigen Möglichkeiten des Bahngüterverkehrs vertieft diskutiert werden. Ausserdem werden allfällige Massnahmen für die Pfingsttage diskutiert.

Die 30-köpfige Task Force setzt sich aus Vertretern der Oberzolldirektion, des Bundesamtes für Verkehr, des VBS, der Kantone, des Nutzfahrzeug-Verbandes Astag und der Routiers Suisse zusammen. Nicht dabei sind Umwelt-Verbände.

swissinfo und Agenturen

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