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Achtung: unsichere Konjunktur

Die Hoffnung auf einen Konjunktur-Aufschwung richtet sich auf die USA. Keystone

Unsichere Konjunktur-Aussichten und ein anhaltend schwacher Euro sind der Hintergrund der 71. Jahresversammlung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) am Montag (11.06.). Die Notenbanker hoffen weiter auf die USA.

Vor einem Jahr konnten die Notenbanker, die traditionsgemäss Anfang Juni nach Basel zur «Zentralbank der Zentralbanken» strömen, noch einen, wenn auch vorsichtigen, Konjunktur-Optimismus an den Tag legen.

In der Zwischenzeit hat sich das Wirtschaftswachstum in den USA verlangsamt. Die Hoffungen, Europa könnte Nordamerika als Konjunktur-Lokomotive ablösen, haben sich praktisch zerschlagen. Auch Japan liefert kaum wirtschaftliche Lichtblicke.

Entwicklung hängt von den USA ab

Damit hängt die weitere Wirtschafts-Entwicklung mehr denn je von den USA ab. Die Konjunktur-Aussichten der USA dürften die vorwiegend informellen Diskussionen der Notenbanker am Rande der Jahresversammlung noch stärker prägen als in früheren Jahren.

Alan Greenspan, der Mann, der über die Aussichten der US-Konjunktur am kompetentesten Auskunft geben könnte, wird nicht in Basel erwartet. Greenspan zeigte sich aber in seinen jüngsten Äusserungen überzeugt, dass es die USA lediglich mit einer Wachstumspause und nicht mit einem Trendwechsel zu tun haben.

Mehr Vertrauen in USA als in Europa

Die Finanzmärkte trauen der US-Konjunktur eindeutig mehr zu als derjenigen im Euroland. Die höhere Arbeitsproduktivität macht Investitionen in den USA auch lukrativer und die Kapitalflüsse gehen in die entsprechende Richtung.

Das ist der Hintergrund, vor dem der Dollar derzeit Höchstkurse gegenüber dem Euro verbuchen kann, und der viele Marktteilnehmer auch über das hohe Aussenhandels-Defizit der Amerikaner hinwegsehen lässt. Analysten und Marktteilnehmer rechnen mit einer raschen Erholung der US-Konjunktur gegen Jahresende. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Notenbanker der wichtigen Industrieländer in Basel eine Intervention zugunsten des Euro verabreden, ist deshalb gering.

Gründung der BIZ als Folge des Ersten Weltkriegs

Die BIZ wurde 1930 in der neutralen Schweiz als Institut gegründet, über das die deutschen Kriegsschulden des Ersten Weltkrieges abgewickelt werden sollten. Knapp 50 Zentralbanken sind Aktionäre der BIZ.

Heute bildet die BIZ ein Forum für internationale Banken- und Finanzfragen. Ein Schwerpunkt sind dabei Fragen der Bankenaufsicht. Die BIZ verwaltet Devisenreserven und organisiert auch Beistandskredite an einzelne Länder.

swissinfo und Agenturen

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