Auslandgeschäft der Banken wächst stark
Das Auslandsgeschäft der Banken in der Schweiz und in Liechtenstein ist im ersten Quartal 2000 stark gewachsen. Der Überschuss der Guthaben über die Verbindlichkeiten im Bilanz- und Treuhandgeschäft stieg jedoch nur moderat.
Die in der Bilanz ausgewiesenenen Guthaben gegenüber Banken und Kunden im Ausland stiegen von Ende Dezember 1999 bis Ende März 2000 um 144,5 Mrd. Fr. auf 894,4 Mrd. Franken, wie die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Donnerstag (22.06.) in ihrem Vorabdruck zum Monatsbericht Juni schreibt.
Die Treuhandguthaben im Ausland stiegen im gleichen Zeitraum um 21,7 Mrd. auf 498,8 Mrd. Franken, wie der Mitteilung weiter zu entnehmen ist. Die Guthaben insgesamt beliefen sich demnach auf 1393,2 Mrd. Franken.
Auf der anderen Seite nahmen die Verpflichtungen der Banken im Bilanzgeschäft gegenüber dem Ausland um 148,6 Mrd. auf 781 Mrd. Fr. zu. Die Verpflichtungen aus dem Treuhandgeschäft mit Ausländern stiegen im ersten Quartal um 14,7 Mrd. auf 408,1 Mrd. Franken. Die Verpflichtungen erreichten damit eine Höhe von insgesamt 1189,1 Mrd. Franken.
Da Guthaben ( 166,2 Mrd. Fr.) leicht stärker als die Verpflichtungen ( 163,3 Mrd.) wuchsen, resultierte unter dem Strich ein moderater Überschuss der Guthaben über die Verbindlichkeiten. Er stieg um 2,9 Mrd. Fr. auf 204,1 Mrd. Franken.
Dabei habe sich das Wachstum aufs Interbankengeschäft und auf Wertschriftenanlagen konzentriert, heisst es weiter im Bericht. Von den Nettoguthaben entfielen 56 Prozent auf Bilanz- und 44 Prozent auf Treuhandgeschäfte.
swissinfo und Agenturen
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